Thüringen

Stromversorgung : Suhl und Lauscha wollen bei E.ON aussteigen

Die Stadt Suhl will ihre Anteile an dem Energieversorger E.ON Thüringer Energie AG verkaufen. Der Stadtrat beschloss am Mittwochabend, den Bürgermeister mit der Vorbereitung des Verkaufs zu beauftragen. Mit den erwarteten Einnahmen will die Stadt ihren Haushalt sanieren und vor allem Schulden abbauen. Eine endgültige Entscheidung will der Stadtrat am 19. Dezember treffen.

Suhl ist nach der Konzernmutter E.ON AG und der Kommunalen Energie Beteiligungsgesellschaft (KEBT) der drittgrößte Anteilseigener an dem Thüringer Stromversorger. Die Stadt besitzt rund 250.000 Stückaktien, was einem Anteil von rund 8,3 Prozent entspricht. Der Wert dieses Pakets liegt bei 75 bis 100 Millionen Euro. Die KEBT gehört insgesamt 811 Thüringer Kommunen und hält 36 Prozent der Anteile. Die Konzernmutter in Düsseldorf hält 53 Prozent der Aktien, will diese aber verkaufen. Wichtigster Interessent ist die KEBT, die dafür Anfang Dezember einen Zweckverband gründen will.

Der geplante Verkauf der Suhler Anteile setzt die anderen kommunalen Anteilseigner unter Druck. Sie müssten zusätzlich zu dem Preis für den 53-Prozent-Anteil von E.ON, der nach bisher bekannt gewordenen Schätzungen bei mindestens 600 Millionen Euro liegen dürfte, noch das Geld für die Suhler Anteile aufbringen. Andernfalls könnte ein privater Bieter zum Zuge kommen, was jedoch die sowohl von der Landesregierung als auch von vielen Kommunen gewünschte vollständige Übertragung des Regionalversorgers in die öffentliche Hand gefährden würde.

Lauscha will auch verkaufen

Auch die Stadt Lauscha will ihren Anteil an dem Energieversorger verkaufen. Sie hält rund 8.300 Aktien, die sie in die KEBT eingebracht hat. Der Stadtrat beauftragte den Bürgermeister am Mittwochabend, einen Käufer für das Paket zu finden. Allerdings dürfte der Verkauf hier schwieriger sein, da ein Aktienverkauf außerhalb der KEBT nur mit Zustimmung von 80 Prozent der anderen KEBT-Anteilseigner möglich ist.

Zuletzt aktualisiert: 29. November 2012, 15:34 Uhr

1. Ortsbürger 475:
Zum Ausstieg der Städte: Und die kleinen Kommunen müssen wahrscheinlich den Regoinalversorger E.ON Thüringer Energie AG vor der Pleite retten. Unser Ort mit neun Gemeindevertretern hat auch schon ja gesag mit seinen Beitritt. Ich dachte immer das die gewählten Gemeindevertreter für die Bürger da sind, nein, genau das Gegenteil. Durch die Einwohnerabwanderung, sind wir von 2500 unter 1000 Einwohner bereits gesunken und die Niedriglöhne- und Niedrigrenten Empfänger sollen wahrscheinlich den Schlammmasel aufhalten. Herr Gott ich glaub, die wissen nicht mehr was sie tun. In der Ostsee und Nordsee stehen die Windkraftanlagen ungenutzt rum und auf den Rennsteig sollen welche die Umweld verschanden. Wie immer wird der Steuerzahler dazu genötigt die Zeche mit seinen Niedrigeinkommen zu bezahlen. Alles zum wohle der Volkes und der Voklsparteien.
30.11.2012
08:26 Uhr

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