Thüringen

E.ON-Verkauf : Stadtwerke erwarten Verbesserung durch E.ON-Ausstieg

Die Thüringer Stadtwerke erwarten von der geplanten E.ON-Kommunalisierung bessere Chancen für gemeinsame Vorhaben. André Ludwig, Geschäftsführer der Thüringer Landesgruppe im Verband kommunaler Unternehmen, sagte: "Es ist unser vordringliches Ziel, mehr Kooperationen zu erreichen".

Bisher habe es immer wieder Fälle gegeben, in denen der Stromversorger E.ON Thüringer Energie AG als Mitgesellschafter von Stadtwerken sein Veto eingelegt habe. Das Unternehmen ist an mehr als 20 Stadtwerken mit Anteilen zwischen 16 und 49 Prozent beteiligt.

Bislang sei die Kooperation zwischen Stadtwerken durch den E.ON-Mutterkonzern "nicht gerade befördert" worden, sagte Ludwig der Nachrichtenagentur dpa. An den vorgesehenen künftigen kommunalen Träger gebe es die "ganz klare Erwartung" einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Der Energiekonzern will 46 Prozent seiner Anteile am Gas- und Stromversorger E.ON Thüringer Energie an die bisherigen kommunalen Partner verkaufen, der dafür einen Zweckverband gegründet hat, sowie weitere Anteile an den Stadtwerkeverbund Thüga.

Für das rund 900 Millionen Euro schwere Geschäft steht noch die Genehmigung des Landes aus. Das Kabinett will sich am 29. Januar mit dem Thema befassen.

Zuletzt aktualisiert: 20. Januar 2013, 11:55 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

© 2014 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK