Thüringen

Rohstoffe : BNK will nicht weiter nach Erdgas suchen

Das Erkundungsunternehmen BNK Petroleum Deutschland will vorerst nicht weiter nach Erdgas-Vorkommen in Thüringen und Sachsen-Anhalt suchen. Ein Unternehmenssprecher teilte am Montag in Hannover mit, unlängst gestellte Anträge für die Betriebspläne zu seismischen Messungen in den beiden Bundesländern ziehe man zurück. BNK werde die Erdgassuche in den Regionen nicht weiter verfolgen und sich in Deutschland auf die verbleibenden Erlaubnisfelder konzentrieren. Diese Entscheidung sei Ergebnis eines internen Rankings aller internationalen Unternehmensprojekte, bei denen unter anderem das zu erwartende Potenzial bewertet worden sei.

Karte Erlaubnisfelder Thüringen Q+R: BNK Deutschland GmbH siehe PDF wie besprochen Gruß Sophie 5581
Hier wollte BNK in Thüringen nach Erdgas suchen.

Das Unternehmen hatte erst Anfang Januar bei den Landesbergämtern in beiden Ländern Betriebspläne für seismische Messungen zur Erkundung von Erdgas-Lagerstätten vorgelegt. Dabei sollten Lagerstätten gesucht werden, die auf konventionelle Weise ausgebeutet werden können. Von der ursprünglich geplanten Erschließung von Schiefergas-Lagerstätten war das Unternehmen bereits vor einiger Zeit abgerückt. Bei der Förderung von Erdgas aus Schiefergesteins-Schichten wird die umstrittene Fracking-Methode eingesetzt. Gegen die Anwendung dieser Methode hatte sich vor einigen Monaten im Unstrut-Hainich-Kreis eine Bürgerinitiative gebildet. Auch im Thüringer Landtag stößt dieses Verfahren auf Widerspruch.

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Karte Erlaubnisfelder Sachsen-Anhalt Q+R: BNK Deutschland GmbH siehe PDF wie besprochen Gruß Sophie 5581
Auch im nördlichen Harzvorland in Sachsen-Anhalt werden Lagerstätten vermutet.

Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU) zeigte sich von der Entscheidung des Unternehmens nicht überrascht. Er erklärte, sich aber weiter für eine Änderung des Bundesbergrechts einsetzen zu wollen. Notwendig sei eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung für solche Bergbauvorhaben. Wenn auch Thüringen nicht von der unkonventionellen Erdgasgewinnung betroffen sei, so müsse das bundesweit geregelt werden.

Die Bürgerinitiative Fahner Höhe wertete den Verzicht auf Erdgasförderung als einen Erfolg für den Umweltschutz in Thüringen. Der Widerstand der Bürger habe Wirkung gezeigt, erklärte sie.

Zuletzt aktualisiert: 28. Januar 2013, 20:02 Uhr

1. Markus:
Das bedeutet: Erdgas auch weiter aus Rußland kaufen und deshalb auf Menschenrechte in Rußland, die von russischer Regierung missachtet werden, weiter spücken...
29.01.2013
12:29 Uhr

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