Thüringen

Gebietsreform : Experten empfehlen acht Landkreise

Eine Gebietsreform wird in Thüringen immer wahrscheinlicher. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN wird die von der Staatskanzlei eingesetzte Expertenkommission empfehlen, die Kreisgrenzen in Thüringen so zu verändern, dass nur noch acht Landkreise sowie Erfurt und Jena als kreisfreie Städte übrig bleiben. Gera, Weimar, Eisenach und Suhl sollten ihre Kreisfreiheit verlieren. Selbstständige Gemeinden sollten in Thüringen künftig größer als 10.000 Einwohner sein, schreiben die Experten in ihrem Gutachten weiter.

Sie empfehlen außerdem, das Landesverwaltungsamt als Mittelbehörde zu erhalten. Einzelne Landesanstalten und -ämter sollten allerdings unter dessen Dach zusammengefasst werden. Der Bericht der Expertenkommission wird derzeit in der Staatskanzlei gedruckt. Nach MDR-Informationen möchte die Regierung die Empfehlungen Ende Januar der Öffentlichkeit präsentieren. Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hatte die Expertenkommission im vergangenen Jahr eingesetzt, um den erbitterten Koalitionsstreit über die Kreisgebietsreform zu befrieden.

Seit Jahren wird in Thüringen über die Schaffung größerer Verwaltungseinheiten diskutiert. Zuletzt hatte der Präsident des Landesrechnungshofes, Sebastian Dette, im August mit seinem Vorschlag für Aufregung gesorgt, die derzeit 17 Landkreise zu vier Großkreisen zusammenzufassen. Von den kreisfreien Städten sollte nach seinem Vorschlag nur noch Erfurt übrig bleiben. In ihrem Koalitionsvertrag hatten sich CDU und SPD im Jahr 2009 verständigt, Sinn und Nutzen einer Gebietsreform von externen Gutachtern klären zu lassen.

Zuletzt aktualisiert: 17. Dezember 2012, 19:00 Uhr

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