Gebietsreform : Experten weisen Kritik an Abschlussgutachten zurück
Die Expertenkommission zur Gebietsreform hat die Kritik an ihren Vorschlägen zurückgewiesen. Der Direktor der Thüringer Verwaltungsschule, Axel Schneider, sagte MDR THÜRINGEN, die Kritiker hätten das Abschlussgutachten der Kommission offenbar nicht gründlich genug gelesen.
So wollten die Experten die Kleinteiligkeit der Thüringer Kommunallandschaft nicht zerschlagen, sondern erhalten. Dies ginge aber nur, wenn kleine Gemeinden mit größeren Verwaltungsstrukturen kombiniert würden. Dazu habe die Kommission die Schaffung von so genannten Verbandsgemeinden vorgeschlagen. Anders als bei einer Einheitsgemeinde behalten die Ortsteile einer Verbandsgemeinde ihre Selbstständigkeit, arbeiten aber bei größeren Aufgaben wie etwa der Kinderbetreuung oder beim Betrieb von Sportstätten zusammen.
Schneider, der auch ehrenamtlicher Bürgermeister von Krautheim im Weimarer Land ist, sprach sich zudem dafür aus, eine Kreisreform erst nach der Gemeindegebietsreform in Angriff zu nehmen. Angesichts der vielerorts schlechten finanziellen Lage vieler Gemeinden müssten Fusionen aber sofort in Angriff genommen werden, sagte er dem MDR. Damit diese gelingen könnten, seien funktionierende Kreisstrukturen unerlässlich. Ähnlich wie Schneider hatten sich zuvor seine Kollegen aus der Kommission Wolfgang Riotte und Michael Antoni geäußert.
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