Gebietsreform Innenminister Georg Maier wirbt für "Thüringer Modell"

Der Thüringens Innenminister Georg Maier hat in Hermsdorf für ein neues Modell der Gebietsreform geworben. Vor Vertretern des Gemeinde- und Städtebundes sowie Bürgern aus den Kreisen Altenburger Land, Saale-Holzland und Greiz sagte Maier, Ziel seien Großkreise um leistungsfähige Zentren. Außerdem versprach er eine ergebnisoffene Diskussion.

Messe-Erfurt-Aufsichtsratschef Georg Maier
Thüringens neuer Innenminister Georg Maier Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

"Wir müssen für mehr Akzeptanz bei den Bürgern sorgen", sagte Maier. Dann ist nach seiner Ansicht eine Gebietsreform möglich, die er als "Thüringer Modell" bezeichnet. Dazu soll in dieser Woche noch ein Vier-Punkte-Programm erarbeitet und unter anderem mit dem Städte- und Gemeindebund beraten werden.

Maiers Idee ist eine Verbandsgemeinde: "Mir muss es gelingen, dass ich eine größere Anzahl von Kommunen zum freiwilligen Zusammenschluss animieren kann. Wenn mir das gelingt, dann wird es vielleicht wie so eine Art Schneeballeffekt wirken."

Immer wieder kam die Sorge bei den Zuhörern auf, dass mit der Gebietsreform größere und kleine Gemeinden gegeneinander ausgespielt werden könnten. Der Bürgermeister von Langenwetzendorf im Landkreis Greiz, Kai Dittmann (CDU), sagte dazu: "Das Geld darf nicht aus dem ländlichen Raum abgezogen werden, um große Städte zu stärken. Und was hier stattfindet, ist ein Ausspielen der großen Kommunen gegen kleine. Das darf nicht sein."

Ein mögliches Vorbild für ein "Thüringer Modell" sieht Innenminister Maier in Niedersachsen, wo mit dem Verschmelzen zum Beispiel der Landkreise Göttingen und Osterode ein leistungsfähiger Großkreis entstanden sei.

Im Gegensatz zum Besuch des einstigen Innenministers Poppenhäger vor einigen Monaten war in Hermsdorf die Bereitschaft zum Gespräch vorhanden. Constance Möbius, Vorsitzende des Vereins Selbstverwaltung für Thüringen, sagte: "Der Innenminister hat uns ein Gespräch angeboten und wir werden es auch annehmen. Wenn ergebnisoffen diskutiert wird, werden wir auch Lösungen finden."

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 13. September 2017 | 08:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. September 2017, 13:54 Uhr

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19 Kommentare

15.09.2017 15:45 Ostthüringer 19

Sehr geehrter Genosse Maier!
Wenn Sie dort weiter machen wollen, wo der Genosse Poppenhäger nach Hause geschickt wurde, wenn Sie genauso vom Grössenwahn infiziert sind, werden Sie genauso nach Hause geschickt, wie Ihr Vorgänger. Wir brauchen diese völlig unsinnige Reform nicht im Geringsten und noch viel weniger brauchen wir Politiker, die diesen Schwachsinn gebetsmühlenartig propagieren, ohne auch nur einen einzigen Beweis für den Sinn zu haben! Wenn Sie auch nur ein Fünkchen Charakter haben, gehen Sie nach Hause, machen Sie dort Ihre Reformen und lassen Sie die Thüringer Bevölkerung endlich in Ruhe! Hat RRG denn noch nicht genug Unruhe
und Unfrieden gestiftet? Es reicht!

14.09.2017 23:25 Dorfbewohner 18

Liebe Klarsichtbrille,

Sie haben mit der Benennung eines Betrages verallgemeinert und auf alle verwiesen und wenn ich dann wegen der Verallgemeinerung auf das Gesetzliche hinweise führen Sie als Beleg nur die Kenntnis über Ihren eigenen Bürgermeister ins Feld

und warum dann noch Ihren überaus freundlichen letzten Satz?

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