Brauchtum : Halloween etabliert sich - MDR sucht gruseligsten Kürbis
Halloween zu feiern, wird auch hierzulande immer beliebter. Das Gruselfest verkauft sich besser als der Reformationstag, der auch am 31. Oktober gefeiert wird. Zur Tradition des Geisterfestes gehören selbst geschnitzte Kürbislaternen. Wir haben die schaurig-schönsten Exemplare gesucht.
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Am Abend des Reformationstages sind wieder kleine Hexen und Gespenster von Tür zu Tür gezogen und haben "Süßes oder Saures" gefordert. Mit Streichen, Fackelumzügen und schaurig-schönen Partys bietet Halloween jedes Jahr einen Anlass für allerlei Gruselspaß.
Peter Fauser von der volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstelle für Thüringen sagte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa, "Halloween hat sich inzwischen bei uns als Brauch und Event fest etabliert". Für Fauser ist das Geisterfest eine "Mischung aus Partygag und Winterkarneval", welches von einer millionenschweren Industrie gesteuert wird. Halloween verkaufe sich wesentlich besser als der Reformationstag, der auch am 31. Oktober begangen wird.
Dennoch sieht der Volkskundler nicht die Gefahr, dass der Geisterspaß den Reformationstag verdrängen könnte. Halloween werde hauptsächlich von jungen Leuten gefeiert. Das schließe aber auch nicht aus, vormittags zum Gottesdienst und abends zur Gruselparty zu gehen. Am Reformationstag wird an den Thesenanschlag des Reformators Martin Luthers an der Schlosskirche in Wittenberg erinnert.
Halloween ist irisches Fest
Halloween wurde am Vorabend von Allerheiligen vor allem in Irland gefeiert. Die Bräuche rund um das Fest basieren auf der uralten Legende von Jack O' Lantern. Jack hatte den Teufel betrogen, sodass er weder im Himmel noch in der Hölle Einlass fand. Dies fand selbst der Teufel so schrecklich, dass er Jack O. eine Rübe mit glühenden Kohlen aus dem Höllenfeuer für die ewige Wanderschaft schenkte. Seitdem wandelt seine verdammte Seele mit der Laterne durch die Dunkelheit. Diese Wanderschaft durch die Dunkelheit hielt als Brauch in Amerika Einzug. Nur dass man dort Kürbisse statt Rüben als Laterne benutzte. Von denen gab es mehr und sie waren größer. Irgendwann schnitzte man schließlich Fratzen in die Kürbisse und es entstanden die legendären Jack-O-Laternen. Im Spätherbst bewirtete man nun traditionell "Besucher aus dem Jenseits" mit Kürbissen.
MDR THÜRINGEN sucht gruselige Halloween-Kürbisse
Der MDR hat die gruseligste Halloween-Kürbis-Fratze gesucht. Haben Sie selbst einen Kürbis bzw. eine Kürbislaterne geschnitzt, dann laden Sie doch das Bild in unsere Galerie hoch. Hier können Sie auch sehen, wie andere MDR.DE-Nutzer Ihre Kürbisse für den Halloween-Abend gestaltet haben. Zahlreiche Bilder haben uns erreicht. Eine kleine MDR-Jury hat am 31. Oktober entscheiden, welcher der Kürbisse am "gruseligsten" ist.
Natürlich können Sie auch noch nach Halloween weitere Kürbis-Fotos hochladen und die der anderen Schnitzfans bestaunen. Vielleicht können Sie sich bei den anderen noch einige Tricks abschauen und fürs kommende Jahr Ideen sammeln.
Und falls Sie noch nie einen Kürbis geschnitzt haben - so geht's:
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