Thüringen

Erfurt : ICE muss auf freier Strecke geräumt werden

Bei Erfurt ist am Montag ein ICE auf freier Strecke liegen geblieben und musste geräumt werden. Wie die Bundespolizei mitteilte, war der Schnellzug von Frankfurt/Main kommend am Mittag zwischen Erfurt-Bischleben und Hochheim wegen eines technischen Defektes zum Stehen gekommen.

350 Passagiere müssen über Notleitern umsteigen

An Bord des ICE waren rund 350 Passagiere. Sie mussten über Leitern in einen Ersatzzug umsteigen. Dazu wurde ein nachfolgender Intercity wurde neben den ICE gefahren. Der Zugwechsel dauerte rund eine Stunde, zuvor hatten die Fahrgäste etwa zwei Stunden im ICE ausharren müssen. Ein Bahnsprecher erklärte, die Klimaanlage des Zugs sei von der Störung aber nicht betroffen gewesen. Bundespolizei und Feuerwehr waren im Einsatz, um die Evakuierung zu koordinieren. Die zwei Zugteile des ICE wurden anschließend getrennt - einer fuhr zurück nach Frankfurt, der andere sollte nach Leipzig in die Werkstatt gebracht werden. Der defekte Zugteil stand jedoch noch bis Dienstag auf der Strecke.

Während des Umstiegs lief der Zugverkehr über ein drittes Gleis weiter. Dennoch kam es zu Verspätungen. Unklar ist noch, ob die Panne den frostigen Temperaturen geschuldet ist. Ein Bahnsprecher hatte zuvor noch gesagt, generell seien in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt durch Witterung bedingte Zugausfälle oder Verspätungen relativ selten. Allerdings habe die Störanfälligkeit von Weichen, Signalen und den Anlagen an Bahnübergängen zugenommen.

Zuletzt aktualisiert: 07. Februar 2012, 11:56 Uhr

5. hübner:
Die Züge haben eine kuplung vorn und hinten warum ist die Bahn nicht in der lage den Zug so mit ersatz Lok und passender kuplung in den nächsten Bahnhof zu schleppen ?
07.02.2012
12:30 Uhr
4. Enrico Pelocke:
Nach dem Ausstieg der Reisenden konnten die ICE doch weiterfahren. Warum ging es nicht mit Reisenden? Selbst wenn man vorher den kompletten Zug abschaltet und resettet und für eine Weile Klima+Heizung+WC+Licht aus sind, wäre es schneller als 3 h gedauert und man hätte den Reisenden, die nicht alle sportlich und oft mit viel Gepäck, den Umstieg erspart. Für eine Erklärung, warum sich die Bahn für diese umständliche Prozedur entscheidet, sind wohl viele dankbar.
06.02.2012
19:57 Uhr
3. Mitreisender:
Also ich saß auch im Zug. Richtig ist, dass die Heizung wohl abgeschaltet wurde, mollig warm war es während der 2h Wartezeit nicht. Es war aber keineswegs so kalt, dass man frieren musste (bei diesen Außentemperaturen hat ja wohl auch jeder Reisende eine dicke Winterjacke dabei, nur für den Fall). Dennoch wäre es schön, wenn bei den in Deutschland eingesetzten ICEs ein ähnliches System wie in russischen Hochgeschwindigkeitszügen eingesetzt würde: hier kann die Heizung bei angelegtem Stromabnehmer unabhängig vom Bordnetz betrieben werden. Bei deutschen -10°C war es in 2h ohne Heizung nicht zu kalt, in Russland sieht das ganze natürlich anders aus.
06.02.2012
17:11 Uhr
2. Rentner:
Wahrscheinlich sind die Züge (ICE), alle auf die deutsche Wertarbeit ausgerichtet. Das Problem Klimaanlage/Heizung, ist ja alle paar Tage in den Medien zu höhren, über die Bahn. Die Wertarbeit in Deutschland, als angeblicher Exportweltmeister, ist eben auch nicht mehr was es einmal war! Es wird ja vieles über deutsche Firmen im Ausland produziert und hier in Deutschland auf dem Markt gebracht. Beim Einkauf in einen Fachmarkt bekommt man die Qualität immer öfters zu spüren und über die Garantieleistung möchte ich nicht weiter eingehen. Diäten und Pension sind da alle mal wichtiger!
06.02.2012
17:07 Uhr
1. Michael Will:
Sehr geehrteDamen und Herren, mit Interesse habe ich Ihren Artikel gelesen. Beim Lesen kam leichte Verwunderung auf. Meine Frau war in diesem Zug und hat mir folgendes berichtet. "Der Ausfalls des Zuges sei auf Grund fehlender Druckluft im Bremssystem zu Stande gekommen. Um dieses wieder hin zu bekommen müsse man den kompletten Zug abschalten und im Anschluss die Syseme resatten. Deshalb stand auch keine Klimaanlage oder Heizung zur Verfügung. Mit der Zeit sei es doch kalt geworden in den Abteilen." Schon auf der Fahrt nach Düsseldorf am 03.02.2012 gabe es auf dieser Strecke Probleme mit ausgefallenen Heizungen/Klimanalagen, weshalb man die Platzreservierungen (natürlich bezahlt) nicht aufrechterhalten konnte. Mit freundlichen Grüßen M. Will
06.02.2012
16:13 Uhr

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