Erfurt : ICE muss auf freier Strecke geräumt werden
Bei Erfurt ist am Montag ein ICE auf freier Strecke liegen geblieben und musste geräumt werden. Wie die Bundespolizei mitteilte, war der Schnellzug von Frankfurt/Main kommend am Mittag zwischen Erfurt-Bischleben und Hochheim wegen eines technischen Defektes zum Stehen gekommen.
350 Passagiere müssen über Notleitern umsteigen
An Bord des ICE waren rund 350 Passagiere. Sie mussten über Leitern in einen Ersatzzug umsteigen. Dazu wurde ein nachfolgender Intercity wurde neben den ICE gefahren. Der Zugwechsel dauerte rund eine Stunde, zuvor hatten die Fahrgäste etwa zwei Stunden im ICE ausharren müssen. Ein Bahnsprecher erklärte, die Klimaanlage des Zugs sei von der Störung aber nicht betroffen gewesen. Bundespolizei und Feuerwehr waren im Einsatz, um die Evakuierung zu koordinieren. Die zwei Zugteile des ICE wurden anschließend getrennt - einer fuhr zurück nach Frankfurt, der andere sollte nach Leipzig in die Werkstatt gebracht werden. Der defekte Zugteil stand jedoch noch bis Dienstag auf der Strecke.
Während des Umstiegs lief der Zugverkehr über ein drittes Gleis weiter. Dennoch kam es zu Verspätungen. Unklar ist noch, ob die Panne den frostigen Temperaturen geschuldet ist. Ein Bahnsprecher hatte zuvor noch gesagt, generell seien in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt durch Witterung bedingte Zugausfälle oder Verspätungen relativ selten. Allerdings habe die Störanfälligkeit von Weichen, Signalen und den Anlagen an Bahnübergängen zugenommen.
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