Thüringen

Kabinett in Brüssel : Thüringen will Grenzverlauf im Drei-Länder-Eck anpassen

Thüringen will den Grenzverlauf im Drei-Länder-Eck mit Sachsen und Sachsen-Anhalt anpassen. Das hat die Thüringer Regierung am Dienstag auf ihrer Kabinettssitzung in Brüssel beschlossen. Damit hat die angestrebte Neuregelung des Grenzverlaufs eine weitere Hürde genommen. Thüringen strebe nun einen Staatsvertrag mit den Nachbarländern Sachsen und Sachsen-Anhalt an, sagte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht. Abschließend sei dann noch das Parlamentsvotum erforderlich.

Das Thüringer Kabinett in Brüssel
Das Thüringer Kabinett hat in Brüssel die Neuregelung der mitteldeutschen Ländergrenzen beschlossen.

Hintergrund der Grenzneuziehung nahe Lucka im Altenburger Land sind laut Thüringer Umweltministerium unter anderem geänderte Nutzungsverhältnisse. Im Mittelpunkt stehe dabei eine Gewerbefläche, die derzeit auf den Landesgrenzen liege. Der potenzielle Investor wolle jedoch nicht mit drei Länderbehörden verhandeln. Einem Bericht der "Thüringer Allgemeinen" zufolge ist auf dem fraglichen Areal ein Solarpark geplant. An dem Landtausch werde seit rund zehn Jahren gearbeitet. Auf einem Teil der Fläche hat laut Umweltministerium mehrere Jahre ein Glashersteller gearbeitet. Bei den Prüfungen sei auch geklärt worden, wer für mögliche Altlasten aufkommen müsse.

Der Staatsvertrag soll dem Ministerium zufolge noch in diesem Jahr zwischen Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt abgeschlossen werden. Dabei würden Thüringen und Sachsen vier sowie Thüringen und Sachsen-Anhalt 17 Hektar tauschen. Sachsen verlöre dabei eine Fläche von neun Quadratmetern. Die Einwohnerzahl der drei mitteldeutschen Länder würde sich indes nicht ändern: Die Gebiete sind unbewohnt.

Die Landesregierung tagt seit mehreren Jahren regelmäßig in Brüssel. Neben der Neuregelung der Ländergrenzen ging es diesmal unter anderem um den Binnenmarkt und die neue EU-Förderperiode. Mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat die Landesregierung außerdem eine gemeinsame Energiepolitik von Bund und Ländern angemahnt.

Zuletzt aktualisiert: 11. Juli 2012, 08:37 Uhr

3. Georg:
Hab ich mich verlesen? Es geht um 9 !!!! Quadratmeter? Nicht der Ernst oder? Sowas schenkt man sich unter Nachbarn, da muss man nicht unbedingt nach Brüssel reisen und viel Geld den Fenster hinausschmeißen.
12.07.2012
12:48 Uhr
2. Rentner:
Das ist doch wohl eine bodenlose frechheit was sich hier die Thüringer Landesregierung hier rausnimmt. Tagen in Brüssel auf Kosten der Steuerzahler über eigene Landesbelange. Im eigenen Land müssen sich immer mehr Landesbewohner von der Tafel und der Suppenküche ernähren (auch Kinder) lt. Medien. 2Millionen € gehen nach Hamburg an eine Fa.die nichts gebracht haben soll. Das Geld wird nur so den Fenster rausgeschmissen. Es gibt noch einige andere belange die man hier Aufführen könnte.
11.07.2012
10:58 Uhr
1. Heinz Faßbender:
Warum beschließen die das in Brüssel und nicht da von es treffen soll - in der Region also im Altenburger Land? Ach so ist das: Europameisterschaft zu Ende - kein Fußballspiel mehr? Demnächst werden Steuererhöhungen in der Türkei beschlossen oder was? Langsam glaube ich die haben die Ratsche für ihre Schrauben ab....
10.07.2012
19:00 Uhr

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