Kommunaler Finanzausgleich : Erfurt profitiert am stärksten
Die Landeshauptstadt Erfurt ist die Gewinnerin des neu geregelten kommunalen Finanzausgleichs. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN hat die Stadt in diesem Jahr 13 Prozent mehr Geld zur Verfügung als 2012. Auch die Städte Weimar (plus neun Prozent), Jena (plus acht Prozent) und Gera profitieren überdurchschnittlich von der Neuregelung. Auch die meisten Landkreise können mit mehr Geld vom Land rechnen. Auf ein Plus von jeweils sechs Prozent kommen Saalfeld-Rudolstadt und der Ilmkreis.
Die Kreise Greiz, Unstrut-Hainich-Kreis und Hildburghausen müssen mit weniger Zuweisungen als im vergangenen Jahr rechnen. Nach MDR-Informationen hat das Finanzministerium am Mittwoch die Mitteilung an die Landkreise und Kommunen verschickt, wie viel Geld sie in diesem Jahr aus dem kommunalen Finanzausgleich bekommen.
Die so genannte Finanzausgleichsmasse hat ein Gesamtvolumen von 1,838 Milliarden Euro. Dazu kommen 98 Millionen Euro, mit denen besondere Belastungen durch die Neuregelung des Finanzausgleichs abgemildert werden sollen. Der Kommunale Finanzausgleich wird zusammen mit dem Doppelhaushalt 2013/14 in der kommenden Woche vom Landtag verabschiedet.
| Kommune | Einnahmen 2012 | Mehr-/Mindereinn. 2013 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Erfurt | 167.457.745 | + 21.491.416 | + 13 |
| Weimar | 53.451.939 | + 4.732.231 | + 9 |
| Jena | 74.512.708 | + 8.925.018 | + 8 |
| Ilmkreis | 43.662.122 | + 2.557.451 | + 6 |
| Saalfeld-Rud. | 46.852.593 | + 2.793.004 | + 6 |
| Unstrut-Hainich | 52.404.187 | - 539.501 | - 1 |
| LK Greiz | 45.531.334 | - 416.005 | - 1 |
