Kommunalwahl : Rathauschefs in Jena und Gera müssen in zweite Runde
Die SPD hat am Sonntag bei der Kommunalwahl in Ostthüringen in zwei kreisfreien Städten und einem Landkreis kräftig Federn lassen müssen. Im Kreis Saalfeld-Rudolstadt verlor Landrätin Marion Philipp die Wahl klar gegen den parteilosen Einzelbewerber Hartmut Holzhey. Zur Zitterpartie wird die Kommunalwahl in den kreisfreien Städten Gera und Jena.
Geras Oberbürgermeister Norbert Vornehm, der als unabhängiger Kandidat angetreten war und von SPD, Linken und Grünen unterstützt wurde, unterlag am Sonntag der parteilosen Finanzbeamtin Viola Hahn, die als Einzelbewerberin antrat. Weil Hahn jedoch die absolute Mehrheit verfehlte, müssen sich beide am 6. Mai in der Stichwahl miteinander messen.
Jenas Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD) erzielte zwar das beste Ergebnis aller sieben Kandidaten in der Stadt. Mit knapp 49 Prozent blieb er aber unter der absoluten Mehrheit und muss daher gegen den zweitplatzieren Dietmar Schuchardt von der CDU antreten. Schuchardt landete allerdings mit 17,9 Prozent der Stimmen deutlich hinter Schröter.
Saale-Holzland-Kreis mit zwei Rekorden
In Thüringens östlichstem Landkreis Altenburger Land wird es ebenfalls eine Stichwahl geben. Landrat Sieghardt Rydzewski (parteilos) verfehlte mit knapp 36 Prozent der Stimmen ebenso die absolute Mehrheit wie die zweitplatzierte Kandidatin der Linken, die Landtagsabgeordnete Michael Sojka (rund 30 Prozent). Klare Verhältnisse schufen die Wähler hingegen im Saale-Holzland-Kreis und im Landkreis Greiz. Hier wurden die Amtsinhaber Andreas Heller und Martina Schweinsburg (beide CDU) klar bestätigt.
Der Saale-Holzland-Kreis verbuchte am Sonntag auch zwei Rekorde für sich: Die Wahlbeteiligung lag hier im Vergleich aller Landkreise und kreisfreien Städte mit 51,9 Prozent am höchsten. Und: Die Stimmenauszählung dauerte hier am längsten.

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