Die Thüringerin des Monats Februar Erika Apel.
Die Thüringerin des Monats Februar: Erika Apel Bildrechte: MDR/David Dienemann

Thüringerin des Monats Die Gewinnerin im Februar

Erika Apel aus Eisenach ist unsere Thüringerin des Monats Februar. Sie singt mit den Senioren im Pflegeheim "St. Annen", geht mit ihnen spazieren und hilft im Leseclub der Grundschule - selbst sitzt sie im Rollstuhl.

Die Thüringerin des Monats Februar Erika Apel.
Die Thüringerin des Monats Februar: Erika Apel Bildrechte: MDR/David Dienemann

Ihr Markenzeichen ist das Lächeln im Gesicht, wenn sie Menschen trifft, mit ihnen spricht und für sie da ist. Das ist ein besonderes Gen, das sie von Geburt an mitbekommen hat, erzählt die zierliche Frau schmunzelnd. Aus eigener Erfahrung will sie Mut machen, Lebensfreude bringen, wenn andere traurig sind. Sie singt mit den Bewohnern des Senioren- und Pflegeheims St. Annen und unterstützt Kinder beim Lesen lernen.

Erika Apel ist wegen einer schweren Krankheit seit dem 6. Lebensjahr auf einen Rollstuhl und auf Hilfe angewiesen. In erster Linie hat sie ihr Mann unterstützt, mit dem sie 40 Jahre lang verheiratet war. "Er hat mich auf Händen getragen. Wir sind drei Mal um die Welt gereist, trotz Rollstuhl." Um so größer und schmerzhafter war der Verlust, als ihr Mann vor vier Jahren verstorben ist. "Das war grausam", sagt sie. Und doch hat sie sich nicht entmutigen lassen.

Die Preisverleihung Die Thüringerin des Monats Februar: Erika Apel

Erika Apel engagiert sich in Eisenach für Senioren im Pflegeheim St.Annen und für Kinder im Leseclub der Grundschule. Dafür wurde die 66-Jährige zur Thüringerin des Monats Januar ausgezeichnet.

Die Thüringerin des Monats Februar Erika Apel.
Die Thüringerin des Monats Februar: Erika Apel. Bildrechte: MDR/David Dienemann
Die Thüringerin des Monats Februar Erika Apel.
Die Thüringerin des Monats Februar: Erika Apel. Bildrechte: MDR/David Dienemann
MDR Reporter Lutz Gerlach neben Erika Apel.
MDR THÜRINGEN-Reporter Lutz Gerlach überreicht die Urkunde für das langjährige Engagement der 66-Jährigen. Bildrechte: MDR/David Dienemann
MDR Reporter Lutz Gerlach mit Gisela Schmidt.
Gisela Schmidt hatte Erika Apel für den Preis vorgeschlagen. Bildrechte: MDR/David Dienemann
Das Publikum bei der Verleihung der Auszeichnung.
Das Publikum freut sich über die Verleihung der Auszeichnung. Bildrechte: MDR/David Dienemann
Der Eisenacher Sozialdezernent und stellvertretende Bürgermeister Ingo Wachtmeister gratuliert Erika Apel.
Auch der Sozialdezernent und stellvertretende Bürgermeister von Eisenach Ingo Wachtmeister gratuliert Erika Apel. Bildrechte: MDR/David Dienemann
Der Eisenacher Sozialdezernent und stellvertretende Bürgermeister Ingo Wachtmeister neben Erika Apel.
Der Eisenacher Politiker lobt ihr offenes Herz und offenes Auge. Bildrechte: MDR/David Dienemann
Erika Apel mit Nichte Heike Apel, Enkel Justin Apel und der Seniorenbeauftragten der Stadt Erfurt Erika Hermanns.
Gruppenfoto mit der Preisträgerin: Nichte Heike Apel, Enkel Justin Apel und die Senioranbeauftragte der Stadt Erfurt Erika Hermanns (von links). Bildrechte: MDR/David Dienemann
Erika Apel empfängt Gratulationen von ihrer Nichte Heike Apel.
Engagierte Familie: Nichte Heike Apel arbeitet bei der Freiwilligen-Agentur Eisenach - wer selbst ehrenamtlich helfen möchte, kann sich dort melden. Bildrechte: MDR/David Dienemann
Erika Apel im Interview mit MDR Reporter Lutz Gerlach.
Zum Abschluss steht Erika Apel im Interview mit MDR THÜRINGEN-Reporter Lutz Gerlach Rede und Antwort. Bildrechte: MDR/David Dienemann
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Schon zu DDR-Zeiten und später in der Diakonie hat sich Erika Apel immer für bedürftige Menschen eingesetzt. So hat sie schnell den Weg zu den Bewohnern des Senioren- und Pflegeheims "St. Annen" gefunden. Jede Woche organisiert die 66-Jährige dort gemeinsame Singnachmittage. Das macht den älteren Menschen großen Spaß, rund 20 sind immer dabei. Auf dem Programm stehen hauptsächlich bekannte Volkslieder, für die Erika Apel extra illustrierte Liederbücher zusammengestellt hat - 36 sind es inzwischen, mit jeweils 40 Seiten. Schon auf den Gängen des Heims wird sie angesprochen, zum Beispiel von einer demenzkranken Frau, die gern mitsingt, vor allen Dingen das Lied "Ich gehe mit meiner Laterne". Zur Begrüßung sagt sie immer: "Rabimmel rabammel rabum - ge, Frau Apel."

Unsere Thüringerin des Monats unternimmt Spaziergänge mit einem 80-jährigen erblindeten Mann aus dem Seniorenheim "St. Annen". Er hält sich dabei an ihrem Rollstuhl fest und sie erklärt ihm, was es in der Umgebung zu sehen gibt. "Das ist mein Horst", erzählt sie mit leuchtenden Augen. "Er ist noch gut zu Fuß, wir schaffen so zwei bis drei Kilometer bei jedem Spaziergang." Erika Apel lässt ihn je nach Jahreszeit mit seinen Händen die Früchte von Bäumen erfühlen oder die Mauer eines Brunnens ertasten. "Er kennt die ganze Strecke auswendig", freut sie sich.

Thüringerin des Monats Februar - Erika Apel aus Eisenach
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Die Thüringerin des Monats Februar Erika Apel aus Eisenach

Erika Apel aus Eisenach

Thüringerin des Monats Februar ist Erika Apel aus Eisenach. Sie singt mit den Senioren im Pflegeheim "St. Annen", geht mit ihnen spazieren und hilft im Leseclub der Grundschule - selbst sitzt sie im Rollstuhl.

Mi 15.11.2017 12:00Uhr 02:36 min

https://www.mdr.de/thueringen/kultur/thueringerdesmonats/video-153598.html

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Ein kleines Tröpfchen im großen Meer

Auch im Nachbarschaftszentrum in der Eisenacher Goethestraße trifft sich Erika Apel regelmäßig mit Grundschülern im Leseclub. Auf lockere Art übt sie hier mit den Kindern, empfiehlt ihnen Bücher und singt mit ihnen. Die bescheidene Frau sieht ihr Engagement selbst als ein kleines Tröpfchen im großen Meer: "Wenn ich gesund wäre, dann würde ich gern Tag und Nacht arbeiten. Das ist so meine Art." Deshalb bewundere sie diejenigen, die sich für andere aufopfern und dafür rund um die Uhr alles tun.

Der Eisenacher Sozialdezernent und stellvertretende Bürgermeister Ingo Wachtmeister würdigt das Engagement von Erika Apel. Menschen wie sie mit einem offenen Herz und einem offenen Auge, die sehen, wenn Mitbürger Hilfe benötigen, die brauche die Gesellschaft ganz dringend: "Sie ist ein gutes Beispiel dafür, wie in der Stadt das Miteinander gut funktionieren kann."

Erika Apel im Interview mit MDR Reporter Lutz Gerlach.
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Erika Apel aus Eisenach engagiert sich im Pflegeheim St. Annen und im Leseclub der Grundschule. Die lebensfrohe 66-Jährige sitzt selbst im Rollstuhl.

MDR THÜRINGEN - Das Radio Fr 24.02.2017 18:05Uhr 01:42 min

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Zuletzt aktualisiert: 24. Februar 2017, 12:00 Uhr