Großprojekt Bausewein: 60 Millionen Euro für Buga 2021 in Erfurt

Für die Bundesgartenschau 2021 in Erfurt sollen in den nächsten Jahren rund 60 Millionen Euro investiert werden. Das kündigte Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein am Freitag an. Investiert werden soll im egapark, auf dem Petersberg und in der nördlichen Gera-Aue. Diese drei Areale sind die Kernpunkte des vorgesehen Gartenschau-Geländes, das sich auf einer Nord-Süd-Achse durch die Stadt ziehen soll.

Land muss helfen

Bausewein betonte, die Stadt könne das Projekt nur mit einer zweistelligen Fördersumme vom Land und aus anderen Fördertöpfen stemmen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass Hilfe vom Land kommt. Die Buga sei als wichtiges Ziel im Koalitionsvertrag von Linken, SPD und Grünen verankert, so der Oberbürgermeister. Bausewein hatte den Koalitionsvertrag im vergangenen Jahr als Verhandlungsführer der SPD selbst mit ausgehandelt.

Im egapark sind nach Angaben von Geschäftsführerin Kathrin Weiß in den vergangenen Jahren bereits 2,7 Millionen Euro investiert worden, unter anderem in eine originale Ausstellungshalle aus der DDR-Zeit. Das Areal war 1961 als Internationale Gartenbauausstellung der DDR eröffnet worden. Weiß sagte, für das geplante Klimazonenhaus werde in diesem Jahr der Fördermittelantrag gestellt. 2016 soll der erste Teil der neuen Spielerlebniswelt folgen.

Die Bundesgartenschau in Erfurt wird die zweite in Thüringen sein. 2007 hatten Gera und Ronneburg bereits eine Bundesgartenschau ausgerichtet. Damals kamen rund 1,49 Millionen Besucher. Für das Projekt waren 146 Millionen Euro in die strukturschwache Region investiert worden. Die Schau selbst hinterließ allerdings ein Defizit von rund drei Millionen Euro, für das großteils das Land eingesprungen war. Erfurt will für mögliche Defizite Rückstellungen von zehn Millionen Euro bilden. Dafür soll ein Teil der Einnahmen aus dem Verkauf des VNG-Aktienpakets verwendet werden.

Zuletzt aktualisiert: 30. Januar 2015, 17:39 Uhr

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11 Kommentare

01.02.2015 15:39 Michael Möller 11

da das Volk nicht gefragt wurde ob es die Buga haben will ,sollte der Bausewein und seine Partei diese selber bezahlen ,denn bis heute hat sich fast jede Stadt verschuldet die die Buga ausgerichtet hat. dann sollten auch diese Politiker dafür mit ihren Geld gerate stehen und nicht die Steuerzahler. und dies sollte für alle Politiker gelden egal ob auf Kommunaler /Läander oder Bundesebene wer das Volk nicht vorher befragt ab sie dies wollen sollten die Politiker auch dafür mir ihren Geld haften.das ist meine Meinung den ich bin nicht mehr bereit für diese Politiker zuzahlen.

01.02.2015 11:22 Provinzthüringer 10

Die Buga hat bereits der Stadt Gera langfristig nichts als Schulden und Parkanlagen, welche teuer gepflegt werden müssen, hinterlassen. Die Thüringer Kommunalpolitiker lernen es einfach nicht. Unverschämt finde ich es auch, dass Bauswein dafür auch noch Geld vom Land haben will. Warum sollen die Menschen im Thüringer Wald, im Eichsfeld, in Altenburg oder sonst wo in der Provinz auch noch dafür zahlen, dass Bausewein sich mit der Buga in Erfurt politisch mal wieder profilieren will?? Erfurt wird doch schon genug bevorzugt! Aber Bausewein ist Chef der Thür. SPD, also wird er das Geld von unserer roten Landesregierung sicherlich bekommen. Wieder Steuergelder, die sich in Luft auflösen. Dafür geht der Pöbel nun täglich 8 Stunden und mehr arbeiten.