Angebot des Landes gut angenommen Lehrer wollen Beamte werden

Mehr als 2.000 Thüringer Lehrer wollen sich verbeamten lassen. Wie das Bildungsministerium MDR THÜRINGEN mitteilte, haben 2.034 angestellte Lehrer einen entsprechenden Antrag gestellt. Das sind die meisten der rund 2.500 Lehrer, die für eine Verbeamtung in Frage kommen.

In Thüringen können sich Lehrer mit Beginn des neuen Schuljahres wieder verbeamten lassen. Das rot-rot-grüne Kabinett hatte Ende Februar nach monatelanger Diskussion den Weg dafür frei gemacht. Laut Ministerium kommen als Beamte neu eingestellte Lehrer und bereits angestellte Lehrer infrage, die nicht älter als 47 Jahre sind.
Dafür ist auch eine medizinische Eignungsuntersuchung nötig. Da es dafür an Amtsärzten mangelt, sollen die Untersuchung niedergelassene Ärzte übernehmen. Laut Ministerium haben dafür bereits 29 Allgemeinmediziner und Orthopäden eine Vereinbarung unterzeichnet. Weitere 23 Ärzte hätten sich gemeldet.

Ursprünglich hatte das Ministerium mit 3.332 infrage kommenden Lehrer gerechnet. Mit Blick auf die jetzige Zahl von 2.500 Pädagogen sagte der Sprecher des Bildungsministeriums, Frank Schenker, MDR THÜRINGEN, die Statistik weiche von der Realität ab. Die niedrigere Zahl habe sich nach Abfrage der Schulämter und beim damit verbundenen Blick in die Personalakten ergeben. Als Voraussetzung für die Verbeamtung dürfen die Antragsteller nicht älter als 47 Jahre alt sein.

In Thüringen arbeiten nach Angaben des Ministeriums mehr als 17.400 Lehrer. Davon seien 10.128 bereits verbeamtet, die anderen 7.285 sind beim Land angestellt. Den Beamtenstatus erhält nur, wer voraussichtlich weitere zwanzig Jahre im Staatsdienst bleibt. Das Bildungsministerium hofft mit der Verbeamtung, dass sich mehr Lehrer, insbesondere Regelschullehrer, auf offene Stellen bewerben.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 25.03.2017 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. März 2017, 14:03 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

6 Kommentare

27.03.2017 09:58 mattotaupa 6

@#1: r2g hat beamtenstatus nicht erfunden! aber typisch für die ihrerseits gelobten parteien ist, sündenböcke zu benennen aber selbst keinerlei vorschläge machen, um das bestehende problem der unattraktiven lehrerjobs anzugehen. warum auch? meckern über unterrichtausfälle, ungenügend umgesetzte lehrpläne will man ja auch, da würden motivierte lehrer oder gar voll besetzte stellen nur stören, gelle? im öffentlichen dienst wird nunmal auch beim personal gespart, der beamtenstatus ist eine stellschraube, die dem arbeitgeber bleibt, um die attraktivität einer stelle zu erhöhen ohne sofort mehrkosten tragen zu müssen, während der arbeitnehmer wohl gleich einen gewissen vorteil hat. das system heißt kapitalismus, da gehts nur um geld und planungen beschränken sich auf kurze zeitspannen.

27.03.2017 09:49 mattotaupa 5

@#3: "Bin Rentnerin und muss für meinen verstorbenen Mann Kranken und Pflegeversicherung zahlen" so ein unfug! sie zahlen beiträge für ihre von der kv-pflicht erfaßten einkünfte. empfänger der hinterbliebenenrente sind schließlich sie selbst, nicht ihr verstorbener ehegatte.