Lutherdekade

Werbung für Reformationsjubiläum 2017 : Haseloff und Lieberknecht besuchen Eisleben

Die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt und Thüringen, Reiner Haseloff und Christine Lieberknecht, haben sich am Montag in Martin Luthers Geburtsort Eisleben getroffen.

Die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt Reiner Haseloff und Thüringen Christine Lieberknecht (beide CDU) neben der Büste von Martin Luther am Dienstag (16.07.2012) in der St. Andreaskirche in Lutherstadt Eisleben.
Christine Lieberknecht und Reiner Haseloff neben der Luther-Büste in der St. Andreaskirche in Lutherstadt Eisleben

Bei einem Rundgang durch die Stadt haben sie sich über die Vorhaben zum Jubiläum informiert. Die Ministerpräsidenten sagten, beide Länder wollten wechselseitig für ihre jeweiligen Lutherstätten werben. Lieberknecht betonte, das Reformationsjubiläum sei für beide Länder und auch für Sachsen eine einmalige Chance. "Es geht hier um ein Weltereignis, und das fragt nicht nach Grenzen". Und Haseloff fügte hinzu, dass das Thema Reformation auch nach 2017 aktuell sei. Damit bezog er sich auf den weiteren Lebensweg Martin Luthers nach 1517 in Thüringen.

Der Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, Stefan Rhein, sagte, wichtig sei auch, etwa im Rahmen von Projekten mit Schülern, den Menschen die Bedeutung der Reformation nahe zu bringen. In Eisleben werde dazu viel für die "Reformationspflege von unten" getan. Dennoch wüssten viele Menschen nicht genau, was zu Luthers Zeiten geschehen ist. Nur etwa 1.000 der rund 20.000 Einwohner von Eisleben sind nach Angaben der Pastorin Iris Hellmich derzeit Mitglied der evangelischen Kirche.

"Luthers letzter Weg" ab 2013 zu begehen

Das Museum "Luthers Sterbehaus" aus dem 19. Jahrhundert in Eisleben ist eines der baulichen Großvorhaben anlässlich des Jubiläums. Für rund fünf Millionen Euro wird es derzeit rekonstruiert und mit einem Anbau um 600 Quadratmeter Fläche erweitert. Nach Angaben von Rhein soll das Museum am 25. Januar 2013 mit einer neuen Dauerausstellung unter dem Titel "Luthers letzter Weg" eröffnet werden.

Luthers Geburtshaus in Eisleben wurde bereits als Museum neu konzipiert und mit einem Anbau versehen. Bis 2017 soll es laut Rhein weitere umfangreiche Baumaßnahmen an Lutherstätten in Wittenberg und in Mansfeld geben, wo Luther zur Schule ging.

500 Jahre Reformation

Martin Luther war 1483 in Eisleben geboren worden und starb 1546 auch hier. Viele Jahre seines Lebens verbrachte er in Wittenberg. Dort soll er der Überlieferung nach aus Protest gegen den Ablasshandel der Kirche am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an die Schlosskirche geschlagen haben. Dies gilt als Beginn der Reformation. 2017 jährt sich das Ereignis zum 500. Mal und soll weltweit gefeiert werden. Nach dem Thesenanschlag war Luther vor allem in Thüringen unterwegs. In Erfurt trat er einst ins Augustinerkloster ein, auf der Wartburg in Eisenach übersetzte er das Neue Testament ins Deutsche.

Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2012, 16:06 Uhr

4. Matthias:
Darf ich Sie darauf hinweisen, dass das Foto, welches Sie abbilden, NICHT Luthers Geburtshaus ist?! MfG :)
16.07.2012
20:39 Uhr
3. Agnes:
Hallo Vatikan! Wielange wollt ihr noch zusehen, wie euer katholischer Glaubensbruder Haseloff diesen Luther ehrt? Wehret den Anfängen! Was muss er noch alles anstellen, bis ihr ihn exkommuniziert? Sich vielleicht vorm Marxnischel in Chemnitz verbeugen? Wenn euer Chef die "Titanic" versenkt hat und den Kopf wieder frei hat, solltet ihr euch ernsthaft mit diesem Mann beschäftigen.
16.07.2012
18:57 Uhr
2. hmüller:
Man muss es halt auch mal positiv sehen. In der Regel werden Museen ja gesäubert bei dem Besucheransturm. Dieses könnten dann ja Rentner tun, die ihre Hungerrente somit aufbessern vielleicht mit 50 Euro monatlich.
16.07.2012
15:08 Uhr
1. Rentner:
OECD Berlin (dapd). Die Organisationn für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) sieht die Gefahr wachsender Altersarmut in der Bundesrepublik. Deutschland gehört international zu den Schlußlichtern bei der Alterssicherung. Dies wäre alle Mal wichtiger etwas dagegen zu unternehmen, als Haseloff und Lieberknecht zum Besuch in Eisleben um ein neues Museum für Millionen neu umzugestalten. Die Frage, wie viele sollen noch gebaut werden? Jetzt befindet sich im jeden Ort bereits ein Museum, wobei im Jahr ein Besucher (der Verwalter HarzIV) die bauliche Anlage besucht und die anderen Bürger sich abwenden. Dafür kann man auch Steuergelderverschleuderung sagen!
16.07.2012
13:57 Uhr

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