Schmalkalden : Ausstellung "Luther und die Hexen"
In Schmalkalden ist am 15. Dezember eine Sonderausstellung mit dem Titel "Luther und die Hexen" eröffnet worden. Wie eine Sprecherin des Museums im Schloss Wilhelmsburg sagte, wird darin Martin Luthers Haltung zur Hexenverfolgung dokumentiert. Außerdem werde aufgezeigt, dass das heutige Südthüringen im Mittelalter eine Hochburg des Hexenwahns war. So seien zum Beispiel allein in Meiningen 250 Fälle der Hexenverfolgung nachweisbar.
Vom Reformator Luther sind mehrere zustimmende Äußerungen zum Thema Hexenverfolgung überliefert, zum Beispiel: "Ich will der erste sein, der Feuer an sie legt". Auch andere gelehrte Zeitgenossen wie Philipp Melanchthon oder Paracelsus hätten an die Existenz von Hexen geglaubt, erklärten die Ausstellungsmacher. Luther sei daher "ein Kind seiner Zeit" gewesen.
Mit der Ausstellung soll eine Antwort auf die Frage gegeben werden, wie es im 16. Jahrhundert zu dem Wahn kommen konnte, der Tausende Menschen das Leben kostete. Die Sonderschau wird bis Anfang 2013 gezeigt. Sie gilt als Schwerpunkt des Thüringer Museumsverbands innerhalb der Lutherdekade zum Reformationsjubiläum 2017.
"Luther und die Hexen"
15.12.2011-15.01.2013
Museum Schloss Wilhelmsburg
Schloßberg 9
98574 Schmalkalden
Öffnungszeiten:
April-Oktober: Mo-So: 10:00-18:00 Uhr
Nov.-März: Die-So: 10:00-16:00 Uhr
