Reformations-Jubiläum : Wartburg erinnert an Luthers Bibel-Übersetzung
Auf der Wartburg bei Eisenach wird zum Jahresbeginn an Luthers Bibel-Übersetzung vor genau 490 Jahren erinnert. Der Reformator übersetzte damals das Neue Testament innerhalb von zehn Wochen ins Deutsche. Luther lebte in dieser Zeit inkognito als "Junker Jörg" in der Stube in der Burgvogtei. Für den Historiker Hilmar Schwarz machte Luther mit der Übersetzung "das Wort Gottes dem gemeinen Manne zugänglich".
Die Wartburg, die seit 1999 UNESCO-Weltkulturerbe ist, zieht weiterhin Besucherströme an. Nach Angaben der Wartburg-Stiftung wurden im Jahr 2011 knapp 364.000 Besucher gezählt. In den vergangenen Jahren hatte die Stiftung immer von rund 500.000 Besuchern jährlich gesprochen. Im Rahmen des anstehenden Reformationsjubiläums 2017 zeigt die Wartburg von Mai 2012 bis zum März 2013 die Schau "Luthers Bilderbiografie". Die "Biografie" besteht aus zwölf Leinwandbildern. Sie wurden um 1872 im Auftrag des Weimarer Großherzogs von Professoren der Weimarer Malerschule gemalt. Zum 500. Jahrestag des Thesenanschlags an die Schlosskirche von Wittenberg wird die Wartburg 2017 eine der drei großen nationalen Ausstellungen zeigen. Der Arbeitstitel: "Luther und die Deutschen".
