Nagerplage in der Landwirtschaft : Giftaktion gegen Mäuse abgelehnt
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat einem großflächigen Einsatz von Giftködern gegen die Mäuseplage in Mittelthüringen nicht zugestimmt. Andreas Maruschke vom Thüringer Landwirtschaftsministerium sagte MDR THÜRINGEN, die von Thüringen beantragte Ausnahmegenehmigung, ganze Flächen mit Gift-Pellets zu bestreuen, sei aus Natur- und Umweltschutz-Gründen abgelehnt worden. Dies sei für die betroffenen Landwirte "sehr, sehr schlecht", aber andere Wege gebe es offiziell nicht. Die Landwirte dürften nur wie bisher Giftköder direkt in die Mauselöcher füllen. Das Gift dürfe aber nicht frei auf den Feldern verteilt werden.
Bauern leiden unter Ernteausfällen
Zurzeit macht eine Mäuseplage den Landwirten im Thüringer Becken zu schaffen. Als Gründe nennt der Thüringer Bauernverband den trockenen Winter und das trockene Frühjahr. Dadurch hätten sich die Mäuse enorm vermehrt. Durch die Plage rechneten einzelne Landwirte mit Ernteausfällen von durchschnittlich zehn Prozent. Auf einigen Flächen sei sogar die Hälfte der Ernte vernichtet.
Thüringer Bauern hatten gefordert, ausnahmsweise den Einsatz von Giftködern zu lockern. Vor allem große Betriebe sahen sich außer Stande, ihre viele Hektar umfassenden Landwirtschaftsflächen per Hand mit dem derzeit zugelassenen Zinkphospid zu bestücken.
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