Thüringen

Nagerplage in der Landwirtschaft : Giftaktion gegen Mäuse abgelehnt

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat einem großflächigen Einsatz von Giftködern gegen die Mäuseplage in Mittelthüringen nicht zugestimmt. Andreas Maruschke vom Thüringer Landwirtschaftsministerium sagte MDR THÜRINGEN, die von Thüringen beantragte Ausnahmegenehmigung, ganze Flächen mit Gift-Pellets zu bestreuen, sei aus Natur- und Umweltschutz-Gründen abgelehnt worden. Dies sei für die betroffenen Landwirte "sehr, sehr schlecht", aber andere Wege gebe es offiziell nicht. Die Landwirte dürften nur wie bisher Giftköder direkt in die Mauselöcher füllen. Das Gift dürfe aber nicht frei auf den Feldern verteilt werden.

Bauern leiden unter Ernteausfällen

Ein Mäuseloch in der Erde.
Das Gift darf weiter nur per Hand verteilt werden.

Zurzeit macht eine Mäuseplage den Landwirten im Thüringer Becken zu schaffen. Als Gründe nennt der Thüringer Bauernverband den trockenen Winter und das trockene Frühjahr. Dadurch hätten sich die Mäuse enorm vermehrt. Durch die Plage rechneten einzelne Landwirte mit Ernteausfällen von durchschnittlich zehn Prozent. Auf einigen Flächen sei sogar die Hälfte der Ernte vernichtet.

Thüringer Bauern hatten gefordert, ausnahmsweise den Einsatz von Giftködern zu lockern. Vor allem große Betriebe sahen sich außer Stande, ihre viele Hektar umfassenden Landwirtschaftsflächen per Hand mit dem derzeit zugelassenen Zinkphospid zu bestücken.

Exakt vom 04.07.2012: Gefährliche Plage – Mäuse auf dem Vormarsch

Gerade in Thüringen haben sich Mäuse sehr stark vermehrt. Nicht nur zum Ärger der Bauern, die große Ernteausfälle fürchten. Die Nager bringen auch gesundheitliche Gefahren mit sich. Was tun gegen die Mäuseplage? [mehr]


Zuletzt aktualisiert: 05. Juli 2012, 10:33 Uhr

2. Fritz Fuchs:
Selber Schuld der Herr Bauer! Warum schafft er keine Lebensräume für Greifvögel, nicht mal mehr Sitzstangen bringt er auf. Bezahlt sicher die EU nicht zu 100 Prozent?
06.07.2012
20:20 Uhr
1. Bauer:
Die Entscheidung finde ich als Landwirt positiv. Die Ernteausfälle sind bei den Millionen an EU-Fördermitteln die die Landwirte erhalten verkraftbar. Im nächsten Jahr sind die Mäuse sowieso wieder weg.
05.07.2012
07:44 Uhr

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