Tarifpolitik : SPD erneuert Forderung nach gesetzlichem Mindestlohn
Die Thüringer SPD-Landtagsfraktion hält trotz Kritik des Koalitionspartners CDU an ihrem Plan für einen gesetzlichen Mindestlohn fest. "Das liegt uns am Herzen", sagte Fraktionschef Uwe Höhn am Donnerstag in Neuhaus am Rennweg zum Abschluss einer zweitägigen Klausur seiner Fraktion. Die Fraktion plädiere dafür, dass sich die Thüringer Landesregierung über den Bundesrat für einen bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn stark macht. "Wir appellieren an die CDU, das zu unterstützen", sagte Höhn.
Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) hatte Mitte Januar einen Gesetzentwurf vorgelegt, der einen Mindestlohn von 8,33 Euro pro Stunde vorschlägt. Die Initiative für diesen Vorschlag sei von der SPD-Fraktion ausgegangen, hatte Machnig erklärt. Deren Chef Höhn sagte am Donnerstag, es müssten die Weichen dafür gestellt werden, "dass flächendeckend faire Löhne gezahlt werden".
Die CDU ist nicht grundsätzlich gegen Lohnuntergrenzen, sieht die Verantwortung dafür aber bei den Tarifpartnern, also Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Einen entsprechenden Appell hatte die Thüringer CDU-Landtagsfraktion kürzlich formuliert. Nach ihren Vorstellungen sollte die Untergrenze bei 7,89 Euro pro Stunde liegen. Der Gesetzentwurf Machnigs war hingegen auf Kritik bei den Christdemokraten gestoßen.
3 Kommentare
Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.
