Thüringen

Bundesrat : Lieberknecht: Tür für Mindestlohn ist offen

Die Thüringer Landesregierung hat ihre Initiative zum Mindestlohn im Bundesrat auf den Weg gebracht. Der Gesetzentwurf wurde in die Ausschüsse überwiesen, erst nach der nächsten Vorlage wird darüber im Bundesrat entschieden.

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht sagte: "Die Tür ist nicht zu, die Tür ist offen." Zugleich verteidigte sie noch einmal den Vorschlag ihrer CDU-SPD-Koalition. Es handele sich um einen tragfähigen Kompromiss. Die Höhe des Mindestlohns werde damit nicht im Wettlauf der Parteien festgelegt, sondern durch eine Kommission, in der die Tarifparteien vertreten sind. Die Koalition in Thüringen schlägt vor, dass der Mindestlohn für alle Branchen von einer unabhängigen Kommission aus Vertretern von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite jährlich neu festgelegt werden soll. Die Entscheidung soll für alle Branchen gelten.

Widerstand kommt aus der CDU

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier sprach sich im Bundesrat gegen den Thüringer Gesetzentwurf aus. Eine feste Lohnuntergrenze gefährde Arbeitsplätze, vor allem die der Geringqualifizierten. So würde der Einstieg in den Arbeitsmarkt noch weiter verteuert. Ein von der Produktivität unabhängiger allgemeiner Mindestlohn widerspreche allen ökonomischen Prinzipien.

Unterstützung für den Vorschlag kommt dagegen aus dem Saarland und Sachsen-Anhalt. Allerdings hatte im Vorfeld Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff betont, dass er die Autonomie der Tarifpartner nicht antasten wolle. Da müsse in den Ausschüssen nachgebessert werden.

Wenig Chancen für Mindestlohn im Bundestag

Sollte der Gesetzentwurf nach der Bearbeitung im nächsten Durchgang eine Mehrheit im Bundesrat finden, kommt der Vorschlag in den Bundestag. Dort stehen die Chancen aber schlecht, weil sich die FDP als Koalitionspartner entschieden gegen einen gesetzlichen Mindestlohn stemmt. Die zweite Hürde dürfte die Zeit sein. Experten bezweifeln, dass ein Gesetz zum Mindestlohn noch in dieser Legislaturperiode zu schaffen ist.

Zuletzt aktualisiert: 21. September 2012, 12:45 Uhr

1. Harry Poter:
Für den Mindestlohn hat die Politführungsmannschaft meinen Segen. Die Frage: Wie ist es aber mit der Mindestrente, Grundsicherung zur Altersarmut? Was hat die CDU/CSU mit dem Thema "Altersarmut" vor. Die Partei "Die Linke" hat bereits Bundesweit zur nächsten Bundestagswahl öffentlich ihr Wahlkampfziel angekündigt. Die Mindestrente solle von 900,- Euro bis 1000,- Euro festgelegt werden. Ich finde das Richtig, da die staatliche Pfändungsgrenze bei 930,- Euro liegt. Alle Bürger kennen das Problem in der Bundesrepublik aber unsere Politikbetreiber mit ihren hohen Diäten sind leider taubstumm. Ich bekomme eine Rente von 550,- Euro und habe als Selbständiger 47 Jahre gearbeitet und feste Steuern gezahlt. SATIERE ENDE.
22.09.2012
09:54 Uhr

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