Thüringen

Geringfügig Beschäftigte : Stadtverwaltungen beschäftigen nur wenige Mini-Jobber

In den Thüringer Stadtverwaltungen sind sogenannte Mini-Jobs die Ausnahme. Nach einer Umfrage von MDR THÜRINGEN unter den zehn größten Städten in Thüringen beschäftigen Eisenach, Gera, Weimar und Mühlhausen überhaupt keine Mini-Jobber. Die meisten gibt es in Jena. Hier sind durchschnittlich 15 angestellt, in Nordhausen sind es neun. Ein Sprecher der Stadt Nordhausen sagte MDR THÜRINGEN, angesichts von 420 Beschäftigten in der Stadtverwaltung Nordhausen spiele die Mini-Job-Variante aber eine untergeordnete Rolle.

Ein Mann mäht mit seinem Rasentraktor eine Wiese
Geringfügig Beschäftigten werden von den Stäten meist zur Pflege von öffentlichen Parks und Friedhöfen eingesetzt.

Zumeist werden die geringfügig Beschäftigten zur Pflege von öffentlichen Parks und Friedhöfen, in Bibliotheken oder als Einlass- und Garderobenhilfen bei Kulturveranstaltungen eingesetzt. Der Stundenlohn für die Mini-Jobs reicht von 3,10 Euro für die Aufsicht im Waffenmuseum Suhl bis zu 14 Euro für Denkmalschutzaufgaben in Nordhausen. Mini-Jobber dürfen monatlich nicht mehr als 400 Euro verdienen oder maximal 50 Tage im Jahr arbeiten. Auf das Einkommen muss der Arbeitnehmer keine Sozialversicherungsabgaben zahlen, diese übernimmt pauschal der Arbeitgeber.

Zuletzt aktualisiert: 14. Juli 2012, 13:09 Uhr

2. peter zwicker:
....und wie sieht es mit 1 euro kräften aus????? mdr ist und bleibt hofberichterstatter .......
14.07.2012
18:02 Uhr
1. Heinz Faßbender:
Macht doch aus Mini-Jobs einen regulären Job - dann spielt diese Lohn-Armuts-Variante überhaupt keine Rolle mehr. Liebe Städte – Gemeinden – Kreise - Seid doch hier mal die Arbeitgeber-Vorbilder! Denn ein Land - dessen Abgeordnete Diäten erhöhen können - können es sich auch leisten müssen - aus Mini-Job - Erstarbeitsmarkt-Job zu machen.
14.07.2012
17:14 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

© 2013 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK