Mitte/West-Thüringen

Auftakt zum Van-de-Velde-Themenjahr : Kunsthaus Apolda zeigt Werke von Max Ackermann

Im Kunsthaus Apolda ist bis zum 1. April eine Ausstellung mit Werken des Künstlers Max Ackermann zu sehen. Gezeigt werden 150 Arbeiten des Künstlers, der von 1887 bis 1975 gelebt hat und in jungen Jahren Schüler des belgischen Architekten und Designers Henry van de Velde (1863-1957) war. Das Kunsthaus präsentiert Gemälde, Zeichnungen und Pastelle Ackermanns. Ein Großteil wurde nach Angaben des Kunstvereins Kunsthaus Apolda erst kürzlich wiederentdeckt.

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THÜRINGEN JOURNAL

Ackermann-Ausstellung in Apolda

11.01.2013, 19:00 Uhr | 02:02 min

Die Ausstellung ist gleichzeitig der Auftakt des Thüringer Themenjahres zu van de Velde. Das Themenjahr werde den Künstler an vielen Orten Thüringens auf vielfältige Weise nahebringen, erklärte Kultusminister Christoph Matschie. Geplant sind 14 Sonderschauen und zahlreiche Projekte, die den Spuren van de Veldes zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Region nachgehen.

Schwerpunkt ist eine Sonderausstellung "Leidenschaft, Funktion und Schönheit" der Klassik Stiftung Weimar mit Werken aus privaten und öffentlichen Sammlungen. Sie soll vom 24. März bis zum 23. Juni gezeigt werden. Weitere Ausstellungen über den Künstler sowie die Kunst- und Kulturszene der Vor-Bauhauszeit gibt es in Jena, Gera, Erfurt und Bürgel. Auch das sächsische Chemnitz plant eine Schau. Die Klassik Stiftung Weimar widmet dem Wirken und Einfluss van de Veldes auf Kunst und Design auch ihr diesjähriges internationales Kolloquium. Schwerpunkt der Tagung vom 4. bis 7. April ist nach Angaben der Stiftung die Idee des Gesamtkunstwerks van de Veldes und seine Bedeutung für den aktuellen Architektur-Diskurs. Die Bauhaus-Universität Weimar zeigt vom 29. März bis 12. Mai den Architekten van de Velde.

Großherzoglicher Kunstberater und Schulleiter

Der nach historischem Vorbild sanierte Van-de-Velde-Bau in Weimar auf dem Campus der Bauhaus-Universität Weimar
Das Gebäude der einstigen Kunstgewerbeschule

Henry van de Velde war im Jahr 1902 nach Weimar gekommen, um eine Tätigkeit als künstlerischer Berater des Großherzogs anzutreten. Sechs Jahre später übernahm er die Leitung der neugegründeten Großherzoglichen Kunstgewerbeschule, die mit ihren Impulsen für die Gestaltung von Möbeln und Innenräumen zum wichtigen Vorläufer des 1919 in Weimar gegründeten Staatlichen Bauhauses wurde. Die Kunstgewerbeschule wurde während des Ersten Weltkriegs im Jahr 1915 geschlossen. 1917 verließ van de Velde Deutschland.

Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2013, 18:00 Uhr

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