Ein Mann hält strahlend ein großes Pappschild mit den Zahlen 366135 vor sich
Der Bürgermeister von Apolda, Rüdiger Eisenbrand, präsentiert begeister die Besucherzahl: 366.135 Besucher kamen zur Landesgartenschau. Bildrechte: MDR/Conny Mauroner

Apolda Landesgartenschau schließt ihre Pforten

149 Tage lang konnten Blumen- und Pflanzenfreunde über die Landesgartenschau in Apolda flanieren. Am Sonntagabend ist sie mit einem großen Feuerwerk zu Ende gegangen. Die Veranstalter zogen zum Abschluss eine positive Bilanz.

Ein Mann hält strahlend ein großes Pappschild mit den Zahlen 366135 vor sich
Der Bürgermeister von Apolda, Rüdiger Eisenbrand, präsentiert begeister die Besucherzahl: 366.135 Besucher kamen zur Landesgartenschau. Bildrechte: MDR/Conny Mauroner

In Apolda ist am Sonntagabend die 4. Thüringer Landesgartenschau zu Ende gegangen. Die Veranstalter zogen zum Abschluss eine positive Bilanz. Das selbst gesteckte Ziel von 350.000 Besuchern sei übertroffen worden, sagte Geschäftsführer Sören Rost. Apolda könne noch lange von der Schau zehren. Zum Finale erlebte die Gartenschau nochmals einen Besucherandrang. Allein am Samstag bummelten nach Veranstalterangaben noch einmal rund 4.000 Menschen bei schönstem Herbstwetter über das Ausstellungsgelände an der Herressener Promenade. Die Landesgartenschau ist am Abend nach 149 Tagen mit einem großen Feuerwerk zu Ende gegangen.

Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand (Freie Wähler) zeigte sich mit der Resonanz auf die Gartenschau hochzufrieden. Das gelte sowohl für die finanzielle Seite als auch das Image der Stadt. Er erklärte, dass rund 50 Millionen Euro in den letzten Jahren in der Stadt verbaut worden seien. Außerdem habe die Landesgartenschau die Apoldaer zusammengeschweißt. Das habe man förmlich spüren können.

Apolda wurde aufgehübscht

Nach Angaben des Thüringer Infrastrukturministeriums waren etwa 22 Millionen Euro in Begleitmaßnahmen der Landesgartenschau geflossen. Darunter der neue innerstädtische Paulinenpark auf einer früheren Gewerbebrache, die Neugestaltung des Apoldaer Bahnhofs, der Neubau einer Sporthalle und die Verschönerung von Straßen und Plätzen.

Zeit zum Ausruhen bleibt der Stadt nicht. 2019 steht ein neues Jubiläum an: Apolda wird 900 Jahre alt. Der Rückbau der Landesgartenschau beginnt bereits am Montag. Die nächsten Wochen werden Leichtbauten verschwinden und Beete umgepflügt.

Mit dem Landesgartenschau-Gelände hat sich Apolda als Außenstandort für die Bundesgartenschau 2021 in Erfurt beworben. Für die nächste Landesgartenschau 2024 haben sich Altenburg, Leinefelde-Worbis, Mühlhausen und das Städtedreieck Saalfeld-Rudolstadt-Bad Blankenburg beworben. Erst 2018 wird das Thüringer Landwirtschaftsministerium den nächsten Austragungsort bekannt geben.

So schön war es auf der Landesgartenschau

Die Herressener Promenade ist der Hauptveranstaltungsort der Landesgartenschau. Die Promenade ist über einen Kilometer lang. Auf beiden Seiten der Teiche finden Besucher viele Plätze zum verweilen und anschauen.

Menschen spazieren durch einen Park.
Flanieren, Spazieren, Entspannen, Entdecken: Die Landesgartenschau Apolda lädt bis zum 24. September Besucher ein. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Menschen spazieren durch einen Park.
Flanieren, Spazieren, Entspannen, Entdecken: Die Landesgartenschau Apolda lädt bis zum 24. September Besucher ein. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Zwei ältere Menschen sitzen an einem Teich. In der Mitte des Teiches ist ein Springbrunnen.
Die Herressener Promenade ist der Hauptaustragungsort der Schau. Die Uferpromenade am Lohteich ist herausgeputzt. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Ein Modell eines Baumes steht in einem Themengarten
Beim Spaziergang durch den Park kommen Besucher zu den Schaugärten. Hier können sie sich inspirieren lassen, wie der eigene Garten gestaltet werden kann. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Auf dem Gelände der Landesgartenschau ist in Apolda (Thüringen) ein Teil der Schaugärten zu sehen (Luftaufnahme mit einer Drohne).
Doch erst der Blick von oben zeigt, dass hier richtige Gartenbilder entstanden sind. Bildrechte: dpa
Ein Holztisch und zwei Holzbänke stehen unter einem Metall-Pavillon
Wasserachsen, Sitzecken, Wege...Mit unterschiedlichen Materialien wurden hier außergewöhnliche Gartenräume geschaffen. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
In der Mitte eines Beetes befindet sich eine bronzene Figur. Der junge sitzende nackte Mann hat die Arme um seine Beine geschlungen. Auf dem Beet wachsen viele verschiedene Blumen.
Wie auf jeder Gartenschau hat auch die Grabgestaltung Raum bekommen - der Memoriam-Garten. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Gräber mit verschiedenen Grabsteinen und unterschiedlicher Bepflanzung.
Hier wird gezeigt, wie Grabsteine und Grabbepflanzung aussehen können. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Zwei Menschen sitzen auf einem schwimmenden Steg auf einem Teich.
Der Park lädt immer wieder zum Verweilen ein. Ob auf einer schwimmenden Insel auf dem Lohteich... Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Menschen liegen in Hängematten.
...oder in Hängematten zwischen alten Bäumen. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Spielplatz in einem Park.
Während sich die einen ausruhen, darf hier getobt werden. Der Spielplatz im Park ist eine richtige Erlebnislandschaft - auch für größere Kinder. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Menschen spazieren auf einer Promenade in einem Park.
In den Botschaftergärten grüßen Luther, Melanchthon und die Heilige Elisabeth aus Schmalkalden. Die Statuen aus Bronze standen schon auf der Landesgartenschau in Schmalkalden im vergangenen Jahr. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Ein grüner Flachbau steht unter Bäumen
Gleich hinter dem Lohteich lädt das Grüne Klassenzimmer Kinder, Schüler aber auch Hobbygärtner zu interessanten Vorträgen und Kursen ein. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Kinder halten eine Bienenwabe
Hobbyimker geben hier ihr Wissen über Bienen an die Kinder weiter. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Eine Frau zeigt Kindern an einem Tisch, wie gebastelt wird
Schulklassen können sich zum Beispiel für einen Filz-Kurs anmelden. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Eine Skulptur Frau mit Dobermann steht an einem Teich mit Steg.
Am Ufer des Friedensteiches im hinteren Teil des Parks steht diese Dame mit Dobermann. Die Künstlerin Carolin Okon hat die drei Meter hohe und 500 Kilogramm schwere Stahl-Skulptur erschaffen. Die modisch gekleidete Dame erinnert an das Strick- und Textilhandwerk der Stadt. Ihr treue Begleiter - ein Dobermann - wurde einst in Apolda gezüchtet. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft
Landesgartenschau Apolda
Die Bedeutung der Textilindustrie in Apolda sollen auch diese Beete symbolisieren. Hier wurden Stiefmütterchen wie ein Zickzack-Stich mit der Nähmaschine gepflanzt. Bildrechte: MDR / Daniela Dufft
Alle (19) Bilder anzeigen

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | 24. September 2017 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. September 2017, 20:45 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

3 Kommentare

25.09.2017 14:26 Alf 3

Ich habe schon einige LGSen gesehen, aber dies war, ohne den Fleiß der Mitarbeiter in Abrede stellen zu wollen, die schwächste. Sicher, eine subjektive Meinung, aber es war mir einfach zu wegig "Garten". Hunderte Meter Blumenrabatten an den Wegen, deren Zusammensetzung sich ständig wiederholte, einige Obstgehölze auf engstem Raum und paar Gestaltungsideen für Balkonkästen - alles andere war dann die "Schau", sprich: reine Zierde. Nur gut für die Stadt, wenn dann wirklich so viele Besucher da waren und sich das Ganze rechnen wird.

25.09.2017 10:01 Jens 2

Für die Stadt Apolda war die Landesgartenschau sicher wichtig.
Ich persönlich konnte jedoch für die Hälfte des in Apolda verlangten Eintrittspreises das Pedant in Erfurt besuchen.

Mehr aus der Region Weimar - Apolda - Sömmerda

Mehr aus Thüringen