Apolda Rechtsextreme zetteln Schlägerei in Asylbewerberheim an

In einem Asylbewerberheim in Apolda hat es am Sonntagabend eine Auseinandersetzung mit deutschen Eindringlingen gegeben. Drei angetrunkene Männer waren laut Polizei gegen 18:30 Uhr in die Unterkunft für minderjährige Asylbewerber eingedrungen. Die Angreifer stammen den Angaben zufolge aus Eisenberg. Zwei von ihnen seien bekannte Rechtsradikale, sagte eine Polizeisprecherin.

Polizei setzt Pfefferspray ein

Fahrzeuge der Polizei stehen mit eingeschaltetem Blaulicht nach einer Auseinandersetzung zwischen Rechtsextremen und Flüchtlingen in einem Asylbewerberheim in einer Straße in Apolda
Die Polizei musste Verstärkung anfordern, um die streitenden Gruppen zu trennen. Bildrechte: MDR/Johannes Krey

Die Männer waren demnach auf dem Heimweg von einem Volksfest und hatten sich von der Musik, die aus dem Gebäude drang, gestört gefühlt. Die 27, 33 und 40 Jahre alten Deutschen lieferten sich eine Auseinandersetzung mit den Bewohnern. Daraus entwickelte sich eine Prügelei, die sich später auf die Straße verlagerte. Die minderjährigen Flüchtlinge wehrten sich laut Polizei mit Tellern, einer Eisenstange und Verlängerungskabeln. An der Schlägerei waren laut Polizei 15 Heimbewohner beteiligt. Die Beamten versuchten beide Seiten zu trennen und setzten Pfefferspray ein. Dazu musste die Polizei Verstärkung aus Weimar und Jena heranholen. Gegen Mitternacht hatte sich die Lage beruhigt.

Am Ende waren mehrere Beteiligte leicht verletzt: Laut Polizei trugen zwei Deutsche sowie drei Syrer im Alter von 17 bis 19 Jahren kleinere Schnitt- und Kratzwunden an Gesicht, Händen und Füßen davon. Zwei weitere Syrer wurden vom Pfefferspray der Polizei leicht verletzt. Die Polizei ermittelt gegen die Angreifer wegen Landfriedensbruchs.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 02. Oktober 2017, 20:03 Uhr

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