Tiere Ziege und Schafe nahe des Wolfs-Reviers gerissen

Im Arnstädter Orteil Espenfeld sind Nutztiere gerissen worden. Nach Angaben des Schäfers Michael Schneider handelt es sich um zwei trächtige Schafe und eine Ziege. Sie waren auf einer Weide tot aufgefunden wurden. Im Verdacht steht die Wölfin mit ihren Welpen, die auf dem nahegelegenen Truppenübungsplatz Ohrdruf im Kreis Gotha ihr Revier haben. Die Wölfin war in den vergangenen Wochen schon mehrfach in Koppeln eingedrungen und hat dort Schafe totgebissen.

Ein Mann kniet auf einer Weide neben einem toten, blutigen Schaf.
Schäfer Michael Schneider neben einem der toten Schafe. Bildrechte: MDR/Alexander Reißland

Die seit 2014 in Thüringen lebende Wölfin hat in diesem Jahr nach einer Paarung mit einem Hund sechs Wolfs-Mischlinge zur Welt gebracht. Gegen Jahresende werden die Jungen nach Ansicht der Experten auf die Suche nach eigenen Revieren gehen. Das Thüringer Umweltministerium plädiert dafür, die Hybriden genannten Jungen zu töten. Zur Begründung führt die Behörde an, Berichte aus anderen Ländern ließen vermuten, dass solche Wolfs-Hybriden aggressiver sein könnten. Das Risiko für Menschen in den umliegenden Ortschaften sei zu hoch.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 22. Oktober 2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2017, 15:25 Uhr

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31 Kommentare

24.10.2017 19:45 Martin 31

@Frank 20: Danke für den Hinweis. Den Filmaufnahmen nach zu urteilen ist der Zaun nur 80 cm hoch, ohne Stromlitze und Flatterbänder. Also für die Wolfsabwehr völlig ungeeignet. Außerdem stehen überall am Zaun Übersprunghilfen bereit (Strohballen, Abfallhaufen usw.). Da ist man sprachlos.

24.10.2017 19:31 Dorfbewohner 30

“Frank 29

Stimmt. Diese Krankheiten sind hier stark verbreitet. Das habe ich nicht bedacht.
Also Schießbefehl auf alle Mücken. Wir rotten die Insekten aus, diese schlimmen Tiere.”,

bei Anwendung der gleichen Logik für die Beurteilung des Wolfproblem…
auch dort promovieren angeraten.

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