Zeitreise Mitteldeutschland - Station 7 : 01.04.1902 - Henry van de Velde nach Weimar berufen
Liberalisierung, Industrialisierung, Reichseinigung 1830-1918
Berufung des belgischen Architekten und Kunstgewerblers Henry van de Velde als künstlerischer Berater an den Weimarer Hof.
Van de Velde (1863-1957) gründet 1906 in Weimar eine Kunstgewerbeschule, die er bis 1914 leitet. Er gehört 1907 zu den Mitbegründern des "Deutschen Werkbundes". Van de Velde ist durch seine dem Jugendstil verhaftete Kunst und Architekturauffassung an der Herausbildung der Formensprache des 20. Jahrhunderts beteiligt. Sein Weimarer Engagement bereitet die Gründung des Bauhauses vor, das 1919 unter Leitung des Architekten Walter Gropius durch den Zusammenschluss der Weimarer Hochschule für Bildende Kunst und der Kunstgewerbeschule entsteht. Unter dem Druck der nationalkonservativ beherrschten thüringischen Landesregierung löst sich das Staatliche Bauhaus Weimar im April 1925 auf und siedelt als kommunale Einrichtung nach Dessau um.
