Mitte/West-Thüringen

Verdächtiger Fund : Attrappen lösen Bombenalarm in Weimar aus

Der Fund mehrerer verdächtiger Gegenstände hat am Montag in Weimar einen Bombenalarm ausgelöst. Wie die  Polizei mitteilte, waren vor dem Haus der Kassenärztlichen Vereinigung ein Pappkarton, ein Koffer, eine Tasche und ein Rucksack entdeckt worden. Vor Karton und Koffer seien deutlich sichtbar Autobatterien und Drähte platziert worden.

Altersheim evakuiert - Spezialisten sprengen Pakete

Da die Polizei nicht ausschließen konnte, dass es sich dabei um Sprengsätze handelt, ließ sie das Haus und die umliegenden Gebäude evakuieren, darunter auch ein Alters- und Pflegeheim. Betroffen waren nach Angaben eines Polizeisprechers knapp 100 Anwohner. Einsatzkräfte riegelten den Bereich im Umkreis von 300 Metern ab. Spezialisten des Landeskriminalamtes untersuchten den Fund und machten die Gegenstände unschädlich. Zwei der Behältnisse wurden mithilfe eines Spezialroboters kontrolliert gesprengt. Der Inhalt war den Angaben zufolge ungefährlich: eine alte Kamera, Fotozubehör, leere Verpackungen, Glas.

Bildergalerie: Bombenalarm in Weimar

Eine Straße ist mit rot-weißem Absperrband der Feuerwehr abgesperrt. Dahinter stehen mehrere Einsatzwagen der Feuerwehr und der Polizei. Fünf Männer in Feuerwehruninformen stehen in einem Kreis und reden miteinander. Ein Roboter auf Kettenrädern steht auf einem Bürgersteig. Es handelt sich ein Gerät zur Fernsprengung von Bomben. Vor dem Robote stehen drei Polizisten.

Der Fund mehrerer verdächtiger Behältnisse hat in Weimar einen Bombenalarm ausgelöst. [Bilder]


Tatverdächtiger festgenommen

Die Polizei nahm einen 28 Jahre alten Tatverdächtigen fest. Zeugen hätten den Mann beim Ablegen der Pakete beobachtet und sein Autokennzeichen notiert, erklärte die Polizei. Bei ihm soll es sich nach Informationen der DPA um einen ehemaligen Mitarbeiter der Kassenärztlichen Vereinigung handeln. Laut Polizei gab der Mann zu, die Bombenattrappen platziert zu haben. Als Motiv habe er angegeben, er habe damit auf Probleme bei der Arbeit aufmerksam machen wollen. Der Mann werde nun auf eigenen Wunsch in eine Psychiatrie gebracht.

Zuletzt aktualisiert: 18. Februar 2013, 21:02 Uhr

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