Landesparteitag in Apolda Thüringer CDU warnt vor Rot-Rot-Grün im Bund

Beim Parteitag der Thüringer CDU hat der Landesvorsitzende Mike Mohring vor einer rot-rot-grünen Koalition im Bund gewarnt. Sollte es zu einem Bündnis von SPD, Linken und Grünen auf Bundesebene kommen, werde das Deutschland grundlegend verändern, sagte er am Samstag in Apolda. Zudem habe Rot-Rot-Grün in Thüringen gezeigt, dass das Bündnis viele Wahlversprechen nicht umsetze. Im kommenden Jahr wird ein neuer Bundestag gewählt.

Vorsicht, macht es nicht in Berlin nach, was hier in Thüringen schon falsch läuft.

Mike Mohring, Landesvorsitzender der Thüringer CDU
Die Delegierten stimmen am 19.11.2016 in Apolda (Thüringen) beim Parteitag der Thüringer CDU mit ihren Stimmkarten ab. Die Partei wählt einen neuen Landesvorstand, Mohring tritt erneut als Vorsitzender an.
Von den 160 Delegierten beim CDU-Landesparteitag stimmten 129 für Mohring. Bildrechte: dpa

Die Koalition im Freistaat beteilige die Menschen im Land zum Beispiel nicht so, wie sie es zugesagt habe, an wichtigen politischen Entscheidungen. Unter anderem habe Rot-Rot-Grün die Bedenken tausender Thüringer Mütter gegen die Abschaffung des Landeserziehungsgeldes "einfach so weggewischt", sagte Mohring. Auch bei der geplanten Gebietsreform höre das Bündnis nicht auf die Stimmung im Land.

Mohring wurde auf dem Parteitag erneut als Landesvorsitzender bestätigt. Er erhielt 129 Ja-Stimmen von insgesamt 160 abgegebenen und gültigen Stimmen. Das entspricht einer Zustimmung von 80,6 Prozent. Nach Rechnung der CDU, die die Enthaltungen nicht mitzählt, waren es 81,65 Prozent. Mohring war der einzige Kandidat für das Amt. Bei seiner ersten Wahl zum CDU-Landesvorsitzenden im Dezember 2014 hatten noch 87,8 Prozent der Delegierten für ihn gestimmt. In ihren Ämtern als stellvertretende Landesvorsitzende wurden auch die CDU-Politiker Birgit Diezel, Christian Hirte und Mario Voigt bestätigt.

Auch der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet warnte vor einer rot-rot-grünen Regierungskoalition im Bund. "Ich prophezeie euch: Wenn die eine Mehrheit im nächsten Deutschen Bundestag haben, dann werden die es machen", sagte er. Wenn die Bundes-SPD die Option habe, durch eine Duldung durch die Linke den Kanzler zu stellen, würden die Sozialdemokraten das tun. Deutschland stehe deshalb im kommenden Jahr vor einer Richtungswahl.

Ähnlich äußerte sich auch der ehemalige Thüringer Ministerpräsident Bernhard Vogel, der Ehrenvorsitzender der Landes-CDU ist. Er hoffe bei der Bundestagswahl 2017 auf eine klare Mehrheit für die Union. "Rot-Rot-Grün ist nicht die Alternative, sondern ist die Vorbereitung für einen langfristigen Sieg der Linken", sagte Vogel.

Rot-Rot ist die Gefahr. Denn nicht die SPD profitiert, sondern die Erben der SED.

Bernhard Vogel, früherer Ministerpräsident und Ehrenvorsitzender der Thüringer CDU

Zuletzt aktualisiert: 19. November 2016, 21:21 Uhr

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47 Kommentare

21.11.2016 14:39 Rumgewurschtelt 47

Bei Mohring würde ich sogar noch lieber Ramelow behalten, auch wenn ich R2G nicht leiden kann! Aber Moring geht gar nicht, dass sagt einem jeder den mann fragt!

21.11.2016 12:04 Hanno 46

Die CDU sollte sich endlich mal einen ordentlichen Vorsitzenden zulegen! Mohring ist nicht ohne Grund bei der Bevölkerung der unbeliebteste Spitzenpolitiker in Thüringen! Wer sich mit 180 auf der Landstraße blitzen lässt, nimmt auch sonst keine Rücksicht auf nichts und niemanden! Mit ihm ist kein Blumentopf zu gewinnen, und erst Recht keine Wahl!!!