Kundgebungen in Apolda und Eisenberg NPD und Gegendemonstranten an Asylbewerberheimen

Die Thüringer NPD hat während ihres Wahlkampfs für Europa- und Kommunalwahlen in der Nähe des Apoldaer Asylbewerberheims demonstriert. Als Redner traten der Thüringer Landesvorsitzende Patrick Wieschke und der Spitzenkandidat für die Europawahl Udo Voigt auf. Vorangegangen war Kritik der NPD an Plänen des Landratsamts Weimarer Land, die Verpflegung im Apoldaer Asylbewerberheim zu verbessern. Dabei sollte auch stärker Rücksicht auf unter anderem religiöse Essensvorschriften genommen werden. Gegen die NPD protestierten während der Wahlkampfstation am Dienstag rund 50 Gegendemonstranten.

Weitere Kundgebung in Eisenberg

Auch die spätere NPD-Kundgebung in Eisenberg im Saale-Holzland-Kreis war von einer Gegenkundgebung begleitet. Dort trat die Partei in der Nähe der Thüringer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber auf und protestierte gegen die Aufnahme von Flüchtlingen. Die Einrichtung ist Eisenberg ist inzwischen überlastet und musste Ende vergangenen Jahres zusätzliche Container zur Unterbringung der Flüchtlinge aufstellen. Das Innenministerium sucht derzeit nach einer weiteren geeigneten Immobilie im Freistaat. Thüringen hatte im ersten Vierteljahr 2014 rund 870 Flüchtlinge in Eisenberg aufgenommen.

Zuletzt aktualisiert: 13. Mai 2014, 19:50 Uhr

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1 Kommentar

13.05.2014 16:40 Commodore 1

Die NPD ist nicht verboten - und daher stehen ihr wie jeder anderer Partei auch, Rechte zu. Ob uns das passt oder nicht. Ich finde es falsch und undemokratisch, aus Politischer Korrektheit dieser Oartei alles zu verbieten und unmöglich zu machen. Letztlich generiert sie daraus Proteststimmen. Wollen wir das? Zum Anderen ist es so, das auch die LINKE sich mit falsch verstandener Solidarität gegü linksradikalen positioniert - wo sind da die Proteststimmen? Sind linksextreme besser als rechtsextreme - nur weil die Rot sind? Für mich als Ur- / Radikalliberaler gilt grundsätzlich Rede-, Meinungs- und Pressefreiheit. Für alle!