Verdacht der Vorteilsnahme Ermittlung gegen leitenden Justizministeriums-Mitarbeiter

Die Staatsanwaltschaft Erfurt ermittelt gegen einen leitenden Mitarbeiter des Thüringer Justizministeriums wegen Vorteilsannahme in mehreren Fällen. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. Hintergrund ist eine anonyme Anzeige.

Der Mann soll mehrfach die Dienste von Gefängnis-Werkstätten genutzt haben, ohne dafür etwas zu bezahlen. Konkret geht es um die Kfz-Werkstatt in der JVA Tonna und um die von der Jugendstrafanstalt Arnstadt betriebene Holzwerkstatt. Hier besteht der Verdacht, dass JVA-Mitarbeiter sich in der Tischlerwerkstatt Türen und Möbel bauen ließen, ohne dafür eine angemessene Gegenleistung zu erbringen.

Die Jugendstrafanstalt in Arnstadt.
... und der Jugendstrafanstalt in Arnstadt. Bildrechte: MDR/Jan Schönfelder

Das Thüringer Landeskriminalamt beschlagnahmte am Montag in beiden Gefängnissen Unterlagen und hörte Zeugen an. Eine Durchsuchung der Haftanstalten habe es nicht gegeben. Laut Staatsanwaltschaft wurden lediglich Diensträume und die Privatwohnung des Beschuldigten durchsucht. Weitere Angaben machte die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Im Fall einer Verurteilung droht dem Beschuldigten eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.

Zuletzt aktualisiert: 12. Dezember 2016, 20:48 Uhr

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19 Kommentare

14.12.2016 17:09 HIKO 19

Wer hinter die Puppenbühne geht sieht die Drähte .
( den Einblick hat aber kein " Normalo " )

( Wilhelm Busch )

14.12.2016 14:27 Steuerzahler 18

@16: Was Sie schreiben ist Unfug. Der Chef hat den Laden so zu organisieren und zu überwachen das es keine Probleme gibt. Gibts dann doch mal Auffälligkeiten, wird disziplinarisch das Problem gelöst. Soviel zur Rechtslage.
Was Sie absondern ist menschenverachtend und nicht rechtsstaatlich. Ihren Ausführungen wohnt inne, dass Sie mit einem politischen Wechsel am liebsten auch alle unpolitischen Funktionen neu besetzen würden und unterstellen, dass alle unpolitischen Mitarbeiter im öD sich unrechtmäßig verhalten. So wird das nichts mit R2G.