Mitte/West-Thüringen

Ermittlungen wegen Korruptionsverdachts : Köckert und Doht im Visier der Staatsanwaltschaft

Im Rahmen von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Erfurt wegen Korruptionsverdachts sind am Donnerstag Büros und Wohnungen in Thüringen, Hessen und Rheinland-Pfalz durchsucht worden. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hannes Grünseisen, sagte, richten sich drei Ermittlungsverfahren gegen insgesamt sieben Beschuldigte aus dem Raum Eisenach. Ins Visier der Ermittler sind nach MDR-Informationen unter anderem Eisenachs Oberbürgermeister Matthias Doht, dessen Büro am Donnerstag auch durchsucht wurde, sowie der frühere Thüringer Innenminister Christian Köckert geraten.

Bei den Ermittlungsverfahren geht es laut Grünseisen um Vorgänge im Trink- und Abwasserverband Eisenach-Erbstromtal sowie im Zusammenhang mit dem Bau von Windkrafträdern bei Eisenach. Nach Informationen des MDR verdächtigt die Staatsanwaltschaft Köckert, vertrauliche Informationen aus dem Stadtrat an einen großen Windkraftanlagen-Bauer verkauft zu haben. Dabei soll es sich um Informationen zu Ausschreibungen gehandelt haben. Oberbürgermeister Doht soll von diesem Verkauf durch Köckert gewusst haben. Köckert wollte sich am Donnerstag auf MDR-Anfrage dazu nicht äußern.

Nach Angaben von Staatsanwalt Grünseisen sind die Ermittlungen nach einer Strafanzeige im vergangenen Jahr aufgenommen worden. Die Vorwürfe betreffen Bestechung, Bestechlichkeit, Untreue und Betrug.

Zuletzt aktualisiert: 23. Februar 2012, 18:30 Uhr

1. Harald Roth:
Bei Herrn Köckert wundert mich, nach allem was er bisher schon politisch "verzapft hat", nichts mehr.
26.02.2012
09:28 Uhr

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