Präsidenten-Wechsel bei Rot-Weiß Erfurt Frank Nowag ist der Neue bei RWE

Der FC Rot-Weiß Erfurt hat einen neuen Präsidenten: Am Donnerstag hat der Aufsichtsrat Frank Nowag zum Präsidenten ernannt.

Ein Mann (Frank Nowag,RWE) steht vor einer Sponsorenwand
Frank Nowag ist neuer RWE-Präsident Bildrechte: MDR / Oliver Gussor

Er ist Geschäftsführer des Erfurter Unternehmens Keyweb, einem Sponsor von Rot-Weiß. Nowag wurde erst vor wenigen Wochen in den Aufsichtsrat kooptiert.

Der Neue wird das Amt zunächst bis zur ordentlichen Mitgliederversammlung am 1. Dezember ausüben. Dann wird von den Mitgliedern des Vereins der Aufsichtsrat regulär gewählt. Dieser bestimmt laut Vereinssatzung das Präsidium und somit auch den Präsidenten.

Rombach soll Unterlagen nicht vorgelegt haben

Nowag löst den jahrelangen Präsidenten Rolf Rombach ab. Rombach wurde am Mittwoch vom Aufsichtsrat entlassen.

Die Mannschaft von Rot-Weiß Erfurt
Wie schlimm steht es wirklich um die Finanzen der Rot-Weißen? Bildrechte: WORBSER-Sportfotografie

Im Vorfeld sollte er allumfassenden Einblick in die Unterlagen des Vereins geben, das habe er aber bis heute nicht gemacht, sagte Nowag MDR THÜRINGEN. In dem Streit gehe es vor allem um Sachkonten, Darlehensverträge, Kreditverträge und Spielerverträge. Zur Einsicht der Unterlagen war Rombach vom Aufsichtsrat eine Frist bis zum 26. Oktober 2017 gesetzt worden. Diese habe er nach Ansicht des Gremiums aber verstreichen lassen und somit einen auch schwerwiegenden Grund für seine Entlassung geliefert. Dieser Umstand sei nicht weiter tragbar, so Nowag.

Gegen die Entscheidung des Aufsichtsrates kann Ex-Präsident Rombach eine einstweilige Verfügung beim Landgericht Erfurt anstrengen. Dies hat er dem Gericht zufolge aber am Donnerstag nicht getan. Nach der Entlassung hatte das Präsidium zunächst angekündigt, Rombach wolle gerichtlich dagegen vorgehen.

Ehrenpräsident stellt sich hinter Aufsichtsrat

Der Ehrenpräsident des FC Rot-Weiß Erfurt, Klaus Neumann, stärkte indes am Donnerstag dem Aufsichtsrat den Rücken. Die Entlassung sei konsequent gewesen, wenn dem Kontrollgremium tatsächlich kein Einblick in die Vereins-Finanzen gewährt worden sei. Die Kontrolle des Präsidiums gehöre zu den wichtigsten Aufgaben eines Aufsichtsrates.

Neumann befürchtet zudem, dass der Schuldenberg von Rot-Weiß Erfurt höher sein könnten, als die in Rede stehenden sechs Millionen Euro. Wörtlich sagte Neumann: "Wenn ich jetzt schon sechs Millionen Euro zugebe, ist mein Schuldenstand in der Regel höher."

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Das Fazit vom Tag | 02. November 2017 | 18:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. November 2017, 18:27 Uhr

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