Aufarbeitung DDR: Landeskirche will sich für mangelnde Unterstützung entschuldigen

Die Landeskirche will sich bei den Menschen entschuldigen, die während der DDR-Diktatur von der evangelischen Kirche nicht ausreichend unterstützt wurden. Das kündigte eine Sprecherin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland für die Landessynode in Erfurt am Mittwoch an. Bei dem Eröffnungsgottesdienst der Herbsttagung in der Michaeliskirche soll ein vom Landeskirchenrat verabschiedetes "Bußwort" verlesen werden.

Neben anderen Themen soll bei der viertägigen Synode die Umschreibung der evangelischen Kirchenverfassung in geschlechtergerechte Sprache diskutiert werden. Außerdem stehen bis Sonnabend der Bischofsbericht von Landesbischöfin Ilse Junkermann, Haushaltsberatungen und ein Bericht der Kommission zur Änderung der Kirchenverfassung auf dem Programm. Zur Landessynode gehören 80 Mitglieder. Die Synode tritt zweimal im Jahr zusammen. Das Kirchenparlament vertritt etwa 747.000 evangelische Christen in Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Quelle: MDR THÜRINGEN, epd

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 22. November 2017 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. November 2017, 05:00 Uhr

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9 Kommentare

22.11.2017 17:04 Nanu? 9

Wem nützt das jetzt noch?

22.11.2017 14:46 vigilando ascendimus 8

Eine Entschuldigung der EKM gegenüber den Thüringern wäre in gleichem Umfang auch für die Kollaboration mit den "Linken" (SED-PDS-Linkspartei-Linken) in den letzten vier Jahren fällig. Insbesondere die geistliche Flankierung der rot-rot-grünen Regierungsbildung 2014 und das Anbiedern während des Lutherjahres muss mehr als grenzwertig angesehen werden!

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