Eisrettungsübung in Geraberg : Tauchunfall: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung
Eine Sprecherin der Polizei Gotha sagte am Dienstag, es gehe um eine mögliche Pflichtverletzung beim Übungsablauf. Das Ermittlungsverfahren richte sich gegen Unbekannt. Die Staatsanwaltschaft Erfurt hatte zunächst mitgeteilt, es gebe keine Hinweise auf ein Fremdverschulden.
Der tödliche Unfall hatte sich am Sonnabend im Freibad von Geraberg ereignet: Ein 24 Jahre alter Rettungsschwimmer der DRK-Wasserwacht Arnstadt tauchte unter die Eisoberfläche des zugefrorenen Beckens, in das zwei Löcher gesägt worden waren. Dabei löste sich das Sicherungsseil, und der Taucher blieb einige Minuten unter Wasser, bis er von Kameraden geborgen werden konnte. Wiederbelebungsversuche schlugen fehl.
Die genaue Todesursache steht noch nicht fest. Der Leichnam soll in dieser Woche obduziert werden. Wegen des Unfalls hat das Deutsche Rote Kreuz seinen Thüringer Kreisverbänden Eisrettungsübungen bis auf Weiteres untersagt.

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