Hauptverdächtiger sagt aus Geständnis nach brutalem Überfall in Ballstädt

Nach dem Überfalls auf eine Kirmesgesellschaft in Ballstädt im Landkreis Gotha hat der Verdächtige ein Geständnis abgelegt. Der 38-Jährige räumte ein, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Nach seinen umfangreichen Aussagen sei er aus der Untersuchungshaft entlassen worden, sagte die Erfurter Oberstaatsanwältin Anette Schmitt-ter Hell MDR THÜRINGEN. Es bestehe nun keine Verdunkelungsgefahr und damit kein Haftgrund mehr.

Der mutmaßliche Täter hatte seit dem 16. Februar in Haft gesessen. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN handelt es sich um Thomas W., den Frontmann der Rechtsrock-Band SKD alias "Sonderkommando Dirlewanger". Er ist einer der drei Eigentümer des "Gelben Hauses" in Ballstädt. Angeblich soll eine eingeworfene Fensterscheibe an dem Haus der Grund für den Überfall gewesen sein. W. ist einschlägig vorbestraft und gilt als gewaltbereit.

Drei ebenfalls beschuldigte Männer und eine Frau, die Polizisten während einer Razzia ebenfalls festgenommen hatten, waren gleich wieder freigelassen worden. Die Ermittler hatten damals elf Wohnungen durchsucht und Beweise sichergestellt. Hintergrund ist ein brutaler Überfall in der Nacht zum 9. Februar in Ballstädt im Landkreis Gotha: Eine Gruppe Rechtsextremer hatte die Feier der Kirmesgesellschaft gestürmt und zehn Menschen verletzt.

Zuletzt aktualisiert: 28. April 2014, 17:28 Uhr

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1 Kommentar

30.04.2014 16:07 Verdana 1

Die Justiz versagt auf der ganzen Linie. Warum läßt man die täter und Nazis wieder auf freien Fuß? Die gehören eingesperrt und den Schlüssel weggeschmissen. Den braunen Haufen glaubt anscheinend die justiz mehr als den Opfern von Ballstädt.