Gothaer Busstreit Trotz Insolvenzantrag weiter doppelte Busse

Auch nach der beantragten Insolvenz der Regionalen Verkehrsgemeinschaft Gotha (RVG) fahren im Landkreis Gotha auf etlichen Linien die Busse doppelt. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN hat die RVG auch für die Strecken Busunternehmen beauftragt, die von der Firma Steinbrück parallel bedient werden. Die RVG sieht sich gesetzlich verpflichtet, die Linien befahren zu lassen. Gleichzeitig lässt auch Unternehmer Steinbrück seine Busse weiter rollen, obwohl er nach eigenen Angaben über so gut wie keine finanziellen Reserven mehr verfügt.

In der vergangenen Woche hatte das Erfurter Landgericht Steinbrück gut 675.000 Euro für seine Fahrdienstleistungen im Januar und Februar zugesprochen. Die RVG hatte daraufhin Insolvenz beantragt, so dass Steinbrück auch weiter kein Geld von der RVG erhält.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im Programm: MDR THÜRINGEN - das Radio | Nachrichten | 02.04.2017 | ab 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. April 2017, 19:25 Uhr

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7 Kommentare

04.04.2017 19:00 Zeitzeuge 7

Es scheint, als ob der Gothaer Busstreit nur auf eines hinaus ist: Den Unternehmer Steinbrück mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln loszuwerden.

Dabei scheint es seltsamerweise keine Rolle zu spielen, dass die Ausschreibung/Neuvergabe der Steinbrückschen Linien von der Vergabekammer als ungültig eingestuft wurde. Es wird von den Nachfolgern munter weiter gefahren, sie erhalten dafür sicher auch weiterhin Geld, denn wer fährt schon umsonst?

04.04.2017 12:59 LynnSophie 6

Die machen noch solange bis kein Bus mehr hier fährt.
Was der Quatsch nur soll?Diese Schlammschlacht ist mehr wie dreckig...Wir sind auf den Busverkehr hier angewiesen.

03.04.2017 20:27 Frierender Fahrgast 5

Bleibt als erstes zu hoffen, daß Herr Rombach diese unnützen Doppelfahrten einstellt.
Steinbrück hat Vertrag und die anderen Unternehmer dürften eigentlich gar nicht fahren.

03.04.2017 19:31 Exilrhöner 4

Es tut mir leid und ist sehr schade, aber es muss gesagt werden. Typischer Streit aus der thüringeschen Kleinstaaterei.

03.04.2017 14:36 insider 3

Dann kann man nur hoffen das Landrat Gießmann mit Herrn Szpöt gemeinsam geht und damit Schaden vom Landkreis abgewendet wird. Selbst wenn man Steinbrück in die Knie zwingt wird der Spuk für die Herren nicht zu Ende sein, da bereits auf die fehlerhafte Ausschreibung hingewiesen wurde. Und hier warten noch ganz andere Schwergewichte.

03.04.2017 13:16 Gothaer 2

Wie man heute in der TA lesen kann, weist der Gothaer Landrat Gießmann die Forderung nach Entlassung des RVG Geschäftsführers Szpöt zurück und stellt sich erneut voll hinter Szpöt.

Wenn man richtig nachdenkt, könnte man zu dem Schluß kommen, der Gang zum Insolvenzantrag erfolgte einzig und allein nur, damit Unternehmer Steinbrück auf Biegen und Brechen ja keinerlei Geld erhält. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt...

Die Busse verkehren auch am heutigen Montag doppelt.

03.04.2017 06:43 Steuerzahler 1

Der Landkreis bekommt es offensichtlich nicht hin. Wo bleibt die Kommunalausfsicht! Oder ist die nur "Anwalt des Landkreises"? Falls dem so ist: Abschaffen!

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