Kreistagsbeschluss Ilm-Kreis will kein Atommüll-Endlager

Der Kreistag des Ilm-Kreises hat sich gegen ein atomares Endlager im Landkreis ausgesprochen. Das wurde am Mittwochabend einstimmig von allen Fraktionen beschlossen. Die Abgeordneten folgten damit einem Antrag von Landrätin Petra Enders (parteilos). Sie reagierte damit auf eine Studie der Universität Duisburg, in der die Region Arnstadt-Stadtilm als geeignet für ein Endlager bezeichnet wurde.

In der Studie waren allerdings zunächst nur geologische Aspekte untersucht worden. Zurzeit erarbeitet eine Kommission der Bundesregierung Kriterien, nach denen später ein Endlager gesucht werden soll. Landrätin Enders begründete ihren Antrag damit, dass der Ilm-Kreis schon durch die Autobahn 71, die ICE-Trasse und die Starkstromleitung massiv betroffen sei. Der Beschluss des Kreistages ist allerdings nur ein symbolischer Akt. Die Entscheidung über einen Endlager-Standort wird auf Bundesebene getroffen.

Zuletzt aktualisiert: 18. Februar 2016, 14:28 Uhr

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5 Kommentare

20.02.2016 10:28 Herr S. aus K. 5

In Thüringen gibt es keine Atomkraftwerke. Folglich hat auch niemand mit Atomstrom viel Geld verdient. Kann verstehen das hier keiner ein Atommüllendlager will. Sollen doch die Bundesländer mit AKW´s selbst ihren Atommüll einlagern. Wenn das nicht möglich ist, selbst Schuld. Vielleicht transprotieren wir unseren Atommüll ja schon bald auf den Mond!?
Kann Nr. 2. Gerald nur zustimmen.Es wird verdammt schwierig eine Region zu finden die Hurra schreit wenn sie ein Endlager für Atommüll bekommt.

18.02.2016 22:58 Gerd 4

An der Universität Duisburg gibt es gar keine Einrichtung für Geologie (Haben die überhaupt Ahnung?) Warum erstellt so eine Studie nicht eine Uni mit einer geologischen Einrichtungen, z. B. Jena?

18.02.2016 09:43 Tourismus in Gefahr 3

Arbeitsgruppe zum Thüringer Wald wird begrüßt. Die Geschäftsführerin des Regionalverbundes Thüringer Wald in Zella-Mehlis, Marietta Schlütter, sagte MDR Thüringen, das Land habe erstmals eindeutiges Bekenntnis zum Thüringer Wald als Tourismusregion abgelegt. MDR Thüringen vom 17.Februar 2016. Von den Rennsteig- Erholungsorten im Ilm-Kreis zur Rennsteigmitte erfolgte keine Kenntnis, jedoch über den Ilm-Kreis mit dem Atomendlager und deren Ablehnung, wobei Berlin das letzte Wort hat.
Wie soll da ein Rennsteigtourismuskonzept durch den Regionalverbund Thüringer Wald in Zella-Mehlis funktionieren, wenn die Ilm-Kreis Erholungsorte ausgeschlossen werden und ein Atomendlager unmittelbar in der Nähe entstehen soll. Laut Enders, MDR Thüringen, sagte sie, sei der Ilm-Kreis durch die A71, die ICE-Trasse und die Starkstromleitung massiv betroffen.

18.02.2016 08:48 Gerald 2

Dieser Kreis möchte kein Atommüll-Endlager! Keine Überraschung! Wer möchte schon ein Atommüll-Endlager? Ich glaube, es möchte in ganz Deutschland gar kein Mensch ein Atommüll-Endlager in seiner Nähe haben! Und das ist Fakt!

18.02.2016 08:25 REXt 1

Wie mir bekannt ist verläuft über Saalfeld -Arnstadt eine Störungslinie,wie Kara man da auf Die Idee kommen ein Atom Endlager zu bauen?