Mitte/West-Thüringen

Erneut Munitionsfund : Polizei entdeckt Panzermine in Wohnung

In Thüringen ist erneut eine private Sprengstoffsammlung ausgehoben worden. Nach Angaben der Polizeiinspektion Weimar wurde in der Wohnung eines 39-jährigen Mannes durch Zufall eine alte Panzermine entdeckt.

Prototyp der neuen Thüringer Polizeiautos mit geöffneter Hintertür
Durch Zufall entdeckte die Polizei die Munition.

Außerdem fanden die Beamten mehrere Teile von Mörsergranaten. Spezialisten des Landeskriminalamtes stellten die in einer Holzkiste gelagerte Munition sicher. Bei einer ersten Untersuchung stellte sich heraus, dass die vier Kilogramm schwere Mine keinen Zünder hatte. Der Wohnungsinhaber wurde wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz angezeigt. Ursprünglich hatte die Polizei die Wohnung in einer Drogensache überprüft. Der Besitzer hatte sein Auto unter Einfluss von Betäubungsmitteln gesteuert und war dabei in eine Verkehrskontrolle geraten.

Immer mehr Sprengstofffunde

Der Weimarer Fund ist inzwischen Teil einer ganzen Serie: Nach MDR-THÜRINGEN-Recherchen mussten im vergangenen Jahr Sprengstoffexperten 206 Mal ausrücken, um Sprengkörper oder Pyrotechnik unschädlich zu machen. Das waren 51 Einsätze mehr als noch im Jahr davor und mehr als doppelt so viele wie 2010. Erst zum Jahreswechsel hatte die Polizei auf einem Grundstück in Uhlstädt-Kirchhasel bei Rudolstadt 600 Granaten entdeckt. Der 46 Jahre alte Grundstücksbesitzer war in der Silvesternacht bei einer vermutlich durch eine Granate ausgelösten Explosion schwer verletzt worden. Zuvor war auf einem Wohngrundstück in Kahla ein regelrechtes Sprengstoffarsenal ans Licht gekommen: Kiloweise Schwarzpulver, Panzergranaten und Munitionsteile stellten die Beamten sicher.

Zuletzt aktualisiert: 11. Januar 2013, 15:38 Uhr

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