Mysteriöser "Anschlag" Eisenacher "Rohrbombe" war Wasserpfeife

Die vor einer Eisenacher Flüchtlingsunterkunft gefundene vermeintliche Rohrbombe hat sich als umgebaute Wasserpfeife erwiesen. Wie das Landeskriminalamt (LKA) am Donnerstag in Erfurt mitteilte, ergab die Analyse, dass es sich nicht um einen Sprengkörper handelte. Das Rohr habe lediglich Rückstände von Cannabis und Tabak enthalten. «Der Verdacht des Vorliegens eines explosiven Gemisches konnte nicht bestätigt werden», erklärte ein LKA-Sprecher.Weil auf das Rohr ein Hakenkreuz geklebt war, ermittelt die Polizei aber weiterhin wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in alle Richtungen.

Ermittlungen eine Woche später eingeleitet

Von syrischen Flüchtlingen bewohntes Haus in Eisenach, auf das ein Rohrbombenanschlag verübt worden war
Das Haus, vor dem die vermeintliche Rohrbombe gefunden wurde Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die 40 mal acht Zentimeter große Wasserpfeife soll am 4. März vor einem von syrischen Flüchtlingen bewohnten Haus in Eisenach gefunden worden sein. Die Umstände waren aber von vornherein sehr fragwürdig. Wie die Staatsanwaltschaft Meiningen am Montag mitgeteilt hatte, soll ein Bewohner der Unterkunft eine nächtliche Detonation einem Sozialbetreuer der Caritas gemeldet haben. Dieser rief nach eigenen Angaben noch am gleichen Tag bei der Polizei an und kündigte eine Anzeige des Flüchtlings an. Diese kam aber nicht.

Nach Angaben der Polizei wurde ihr aber erst am Abend des 12. März gemeldet, dass ein Unbekannter eine selbst gebaute "Rohrbombe gezündet" haben soll. Die Kriminalpolizei Gotha nahm daraufhin die Ermittlungen auf. Spezialisten des LKA untersuchten die Reste des Rohres. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft waren auf der Ummantelung mit farbigem Klebeband ein Hakenkreuz angebracht gewesen sowie Beschimpfungen mit grünem Filzstift darauf geschrieben.

Bei dem Vorfall war niemand verletzt worden. Eine Außenlampe des Mehrfamilienhauses soll beschädigt worden sein. Einem LKA-Sprecher zufolge ist bisher unklar, was den Knall verursacht hatte.

Zuletzt aktualisiert: 17. März 2016, 14:05 Uhr

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11 Kommentare

18.03.2016 18:29 O-Perler 11

Ich bin gerade am Nachschlagen in den vergangenen MDR-Foren zu diesem Thema: Was die Gutmenschen da schon wieder hyperventiliert haben...

18.03.2016 17:42 Fred 10

Unfassbar ist, daß der MDR meine Kommentare löschte, weil ich den Verdacht äußerte, daß die Täter in diesem Fall eher dem linken Spektrum als false-flag-aktion zuzuordnen sind. Spuren von Cannabis sagen ja wohl alles...

18.03.2016 11:54 Wenn es nicht so unfassbar 9

lächerlich wäre, dann wäre es wenigstens noch komisch. Das kommt davon, wenn eine ganze Gesellschaft durch ein paar Hanseln, die ihren Verstand offensichtlich nicht zu bemühen gedenken, in Dauerhyperventilation versetzt wird. Das erinnert an den vorgeblichen Nazi-Mord in DD und Volker Becks präzises Wissen um den Tathergang...

17.03.2016 22:13 Indisches Glueckssymbol 8

Na, wenigstens haben die "Profis" noch das Hakenkreuz zum "ermitteln". Kleiner Tipp: Hakenkreuz Verehrer, die sich gleichzeitig gerne mal ab und zu "einen reindrehen" gibts in Indien zuhauf. Hat man_In sich die Zeit genommen, mal im Heim nach indischen "Schutzsuchenden" nachzufragen? Die Farbe das Propheten ist uebrigens auch "gruen". XD

17.03.2016 19:37 Krause - "ich bin ja ein Nazi, aber" 7

Sicherlich hat man gewisse Verdachte, die man bei bestimmten Meldungen auch gern schnell äußert: davon kann ich mich nicht ausnehmen. Allerdings war im ersten Bericht ja auch von einer explodierten Rohrbombe die Rede. Die gehörte Explosion wird wohl nicht mit dieser Wasserpfeife in Verbindung stehen, außer der 'Ohrenzeuge' hätte diese zuvor benutzt. - Wenn man nun davon ausgeht, daß dieses Hakenkreuz auf der Wasserpfeife auf Cannabis-Konsum von Nazis schließen läßt, kann man nur hoffen, daß es die Nazis doch irgendwann beruhigt!

17.03.2016 18:20 peter 6

zum glück kein echter sprengsatz. bleibt aber ein weiteres hakenkreuz vor einer flüchtlingsunterkunft. andere sache, aber auch traurig.

17.03.2016 16:08 Lyn 5

was für ein Sturm im Wasserglas!

17.03.2016 16:00 REXt 4

Ja, manche scheinen permanent unter berauschenden Mitteln zustehen,auf was für Ideen manche kommen,um über ihre eigenen Taten hinweg zu täuschen! Lob an den MDR,diesmal habt ihr wenigstens über die Aufklärung berichtet,nicht wie in dem Fall des Handgranatenwurfs. Danke!

17.03.2016 15:42 Jens Neumann 3

Die nächste Luftnummer!

17.03.2016 13:31 Morchelchen 2

Schlag nach bei Shakespeare: "Viel Lärm um NICHTS"...