Mitte/West-Thüringen

Feinstaubbelastung geht zurück : Umweltzone in Erfurt soll später kommen

Die Stadt Erfurt will die Einführung der für Oktober geplanten Umweltzone verschieben. Oberbürgermeister Andreas Bausewein wird dazu in den nächsten Tagen Gespräche mit dem Land führen. Das bestätigte der Leiter der AG Umweltzone und Leiter der Abteilung Verkehr im Erfurter Verkehrs- und Tiefbauamt, Frank Rupprecht, dem MDR THÜRINGEN. Grundlage für die Gespräche seien neue Mess-Ergebnisse an der Station in der Bergstraße. Dort hatte die Stadt Erfurt gemeinsam mit der Bauhaus Universität Weimar im März 2012 ein Pilotprojekt gestartet. Das sogenannte umweltsensitive Verkehrsleitsystem sorgt für deutlich weniger Staus auf diesem Abschnitt des Stadtringes.

Symbolbild: Erfurt bekommt Umweltzone
Erfurt will die Einführung einer Umweltzone verschieben.

Von Januar bis Mai 2012 gab es dort weniger Überschreitungen der Grenzwerte im Vergleich zum Vorjahr. Waren es bis zum 22. Mai 2011 noch 29, wurden im gleichen Zeitraum 2012 nur 18 Überschreitungen gemessen. Ob das neue Verkehrsleitsystem diese Reduzierung bewirkt hat, müssen jetzt Experten beurteilen.

An der Messstation in der Bergstraße waren die Feinstaubgrenzwerte in den letzten Jahren zu häufig nicht eingehalten worden. Die Grenze liegt bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter an höchstens 35 Tagen im Jahr. Wird die Grenze überschritten, schreibt das europäische Umweltrecht eine Reduzierung vor. Anfang Januar hatte das Landesverwaltungsamt deshalb einen neuen Luftreinhalteplan für Erfurt in Kraft gesetzt, der die Einrichtung einer Umweltzone ab Oktober 2012 vorschreibt.

Damit die Umweltzone für Erfurt später eingeführt werden kann, müsste das Landesverwaltungsamt den Luftreinhalteplan ändern.

Zuletzt aktualisiert: 08. Juni 2012, 11:30 Uhr

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