MDR THÜRINGEN MDR THÜRINGEN - Nachrichten um 13:30 Uhr


Ursache für Störung auf ICE-Strecke gefunden

Die Ursache für die technische Störung auf der ICE-Neubaustrecke zwischen Erfurt und Leipzig ist gefunden. Wie ein Sprecher der Deutschen Bahn MDR THÜRINGEN sagte, ist im Bereich des Bibratunnels der digitale Zugfunk ausgefallen. Dadurch sei keine Datenübertragung mehr möglich. Entgegen ersten Meldungen sei das Kontrollsystem ETCS von der Störung nicht betroffen, hieß es. Wann die Strecke wieder befahren werden kann, ist weiter unklar. Experten und Störtrupps sind vor Ort. Seit gestern Abend müssen die Züge zwischen Erfurt und Leipzig/Halle die alte Strecke über Naumburg und Weimar befahren. Die Reisezeit verdoppelt sich dadurch auf anderthalb Stunden.


Bauern fordern pauschale Entschädigung für Erdkabel

Für den Bau der geplanten unterirdischen Stromtrasse durch Thüringer Felder fordern die Bauern eine pauschale jährliche Entschädigung. Bauernpräsident Klaus Wagner sagte, das Verlegen von Erdkabeln ziehe den Boden langfristig in Mitleidenschaft. Geringere Erträge seien auf einer Breite von bis zu 50 Metern zu befürchten. Ein jährlicher Ausgleich von 15 Euro pro laufendem Meter sei daher nötig. Die Stromnetzbetreiber bieten bisher einen vollständigen Ausgleich der entstanden Schäden an und bezahlen nach eigenen Angaben auch nachweisbare Ernteausfälle. Eine pauschale und dauerhafte Entschädigung lehnen sie aber ab.


IG BAU kritisiert "Gelegenheits-Visiten" des Zoll

Bauunternehmen in Thüringen müssen immer seltener mit Zollkontrollen rechnen. Das beklagt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Im gesamten Bereich des Hauptzollamts Erfurt hätten die Beamten im vergangenen Jahr lediglich 1.100 Baubetriebe überprüft - fünf Prozent weniger als im Jahr zuvor. Verglichen mit dem Jahr 2014 liege der Rückgang sogar bei 48 Prozent. Dabei liege auf heimischen Baustellen noch immer vieles im Argen, so die IG BAU. Im vergangenen Jahr seien 943 Ermittlungsverfahren im Baugewerbe eingeleitet und Schäden in Höhe von rund 16,6 Millionen Euro aufgedeckt worden. Die Gewerkschaft fordert, um den schwarzen Schafen das Handwerk zu legen, müsse es deutlich mehr Kontrollen und dringend zusätzliches Personal geben.


Luther-Ausstellung auf Veste Heldburg

Im Deutschen Burgenmuseum auf der Veste Heldburg wird am Nachmittag die erste Sonderausstellung eröffnet. Im Reformationsjubiläum beschäftigt sie sich mit Luthers berühmten Choral "Eine feste Burg ist unser Gott". Die neue Sonderausstellung will klären, welches Bild Martin Luther von Burgen in ganz Deutschland hatte. Außerdem geht es um die Wirkung seines Liedes vom Ende der 1520er-Jahre bis heute. Luther hatte auf seinen Reisen mindestens 30 Burgen besucht.


Leiche von der A 71 soll obduziert werden

In Jena wollen Gerichtsmediziner heute die an der A71 gefundene Leiche obduzieren. Nach dem Fund des Toten gestern auf einem Autobahnparkplatz konnten Experten weder die Identität noch die Todesursache klären. Es habe bislang keine Hinweise auf einen gewaltsamen Tod gegeben, hieß es von der Polizei. Der Mann hatte tot im Laderaum eínes Transporters gelegen, der auf dem Parkplatz Erfurter Becken den Weg versperrte. Bei dem Wagen handelt es sich um einen Kleintransporter einer Thüringer Firma.


Weniger Schwangerschaftsabbrüche im 1. Quartal

Im ersten Quartal des Jahres haben 780 Frauen in Thüringen vorzeitig eine Schwangerschaft beendet. Das waren nach Mitteilung des Landesamtes für Statistik 15 Abbrüche bzw. 1,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Deutschlandweit hat sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche dagegen erhöht und zwar um 1,3 Prozent. Von den Betroffenen in Thüringen waren mehr als zwei Drittel ledig, 26 waren jünger als 18 Jahre. In nur 1,4 Prozent der Fälle war eine medizinische Indikation Anlass für den Schwangerschaftsabbruch.


Bundesarbeitsgericht will Live-TV zulassen

Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt will Live-Übertragungen von Urteilsverkündungen künftig grundsätzlich zulassen. Eine Sprecherin sagte MDR THÜRINGEN, sie gehe davon aus, dass das geänderte Gerichtsverfassungsgesetz medienfreundlich gehandhabt wird. In Einzelfällen sei es aber möglich, dass die Übertragung untersagt wird. Als Beispiel nannte die Sprecherin den Fall, dass Persönlichkeitsrechte von Prozessbeteiligten geschützt werden müssen. Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche das weitreichende Verbot von Videoübertragungen aus deutschen Gerichten gelockert.

Zuletzt aktualisiert: 27. Juni 2017, 13:35 Uhr