Thüringen

35 Grad - und es wird noch heißer

Der Hochsommer hat in Thüringen Einzug gehalten. Am späten Nachmittag wurden an fast allen Wetterstationen mehr als 30 Grad gemessen. Spitzenreiter war Rudolstadt mit 35 Grad. 34 Grad wurden unter anderem in Weberstedt im Unstrut-Hainich-Kreis, in Bad Salzungen und in Schwarzburg gemessen. Die Temperaturen sollen laut Deutschem Wetterdienst bis Samstag weiter steigen. Dann sind Werte von knapp unter 40 Grad möglich. Hitze und Trockenheit lassen auch die Waldbrandgefahr steigen.

Hunderte Postler bei Streik-Kundgebung in Erfurt

Vor dem Briefzentrum in Erfurt-Vieselbach haben mehrere hundert Post-Beschäftigte an einer Streik-Kundgebung teilgenommen. Die Gewerkschaft Verdi gab die Zahl der Teilnehmer mit 500 an. Mit den Protesten soll der Druck auf die Post erhöht werden. Im Tarifkonflikt soll morgen nach vier Wochen Streik wieder verhandelt werden. Der Arbeitskampf soll parallel zu den Gesprächen weiter laufen.

Weiter Streit um Polizeieinsatz in Saalfeld

Regierung und Opposition bewerten den Polizeieinsatz am 1. Mai in Saalfeld weiter unterschiedlich. Im Innenausschuss billigten Linke, SPD und Grüne den Abschlussbericht von Innenminister Holger Poppenhäger. Demnach war die Überlastung der Beamten Grund für einige Einsatzpannen. Die CDU vermutet allerdings weiter, dass Staatssekretär Udo Götze vom Innenministerium möglicherweise politischen Einfluss auf den Einsatz genommen haben könnte. Am 1. Mai hatten Rechtsextreme unbehelligt von der Polizei in Saalfeld randalieren können.

Viele Thüringer Städte erhöhen Steuern

Nach Angaben des Steuerzahlerbundes hat in Thüringen mehr als jede dritte größere Stadt Steuern angehoben. Demnach stiegen die Belastungen in 14 von 38 untersuchten Städten. In keinem Fall seien die Steuern für Einwohner und Unternehmen gesenkt worden, so der Steuerzahlerbund. Allein die Grundsteuer B sei in neun Städten erhöht worden. Den stärksten Anstieg mussten hierbei Hausbesitzer und Mieter in Leinefelde-Worbis im Eichsfeld verkraften. Auch in Arnstadt, Gotha und Meiningen sind die Grundsteuern kräftig gestiegen.

K+S lehnt geplante Übernahme durch Potash ab

Der Kali- und Salz-Produzent K+S will eine Übernahme durch den kanadischen Konkurrenten Potash abblocken. Als Grund gab der Konzern an, das Angebot der Kanadier liege unter dem Wert von K+S. Außerdem habe Potash nicht zugesichert, die Arbeitsplätze zu erhalten. Die Ministerpräsidenten von Hessen und Thüringen erklärten, sie wollten für die Arbeitsplätze in ihren Ländern kämpfen. Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte, es müsse geklärt werden, ob sich durch Umweltauflagen und bergrechtliche Vorgaben Einfluss nehmen lasse. K+S beschäftigt in Thüringen über 2.000 Menschen.

Volker Arnold wird Geschäftsführer des Theaters Altenburg-Gera

Neuer Geschäftsführer im Theater Altenburg-Gera wird Volker Arnold. Er setzte sich gegen 22 andere Bewerber durch. Arnold war bisher in gleicher Position beim Theater Plauen-Zwickau. Aufsichtsrats-Chef Michael Wolf sagte, Aufgabe sei es, den eingeschlagenen Sparkurs von Thüringens einzigem Fünf-Sparten-Theater fortzusetzen. Der Posten des kaufmännischen Geschäftsführers war 2011 neu geschaffen worden, nachdem das Theater Altenburg-Gera am Rand der Pleite stand.

Zuletzt aktualisiert: 03. Juli 2015, 00:35 Uhr

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