Thüringen

Lokführer streiken auch im Personenverkehr

Die Deutsche Bahn hat die Ablehnung eines Schlichters durch die Lokführergewerkschaft GDL kritisiert. Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber sagte im Deutschlandfunk, es gebe keine Argumente, die dagegen sprächen. Eine Schlichtung sei ein übliches Mittel um in einem festgefahrenen Tarifstreit wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die GDL lehnt ein Schlichtungsverfahren ab, was auch innerhalb des Deutschen Gewerkschaftsbundes auf Kritik stößt. Unionspolitiker haben inzwischen eine Zwangsschlichtung ins Gespräch gebracht. Während des Lokführerstreiks kann die Deutsche Bahn in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt ein größeres Zugangebot aufrechterhalten als zunächst geplant. Hierzulande seien weniger Lokführer dem Streikaufruf gefolgt als erwartet, hieß es. Die Lokführer bestreiken seit der Nacht auch den Personenverkehr. Wegen des Streiks haben die Thüringer Privatbahnen ihr Angebot erweitert. So fährt die Elster-Saale-Bahn bis Freitag achtmal täglich zwischen Weimar und Erfurt.

Tödlicher Unfall im Landkreis Gotha

Ein 28-Jähriger, der bei einem Unfall im Landkreis Gotha lebensbedrohlich verletzt wurde, ist in einem Krankenhaus gestorben. Der Mann verursachte am Abend bei einem missglückten Überholmanöver einen Unfall mit insgesamt vier beteiligten Fahrzeugen, sagte ein Polizeisprecher. Der Zusammenstoß ereignete sich zwischen Döllstädt und Tonna. Fünf weitere Männer im Alter von 28 bis 65 Jahren wurden bei dem Unfall schwer verletzt.

Hebammen befürchten Mangel bei Schwangeren-Betreuung

Die Hebammen in Thüringen sehen eine gute Betreuung von Schwangeren in Gefahr. Elke Pirrhs vom Hebammenlandesverband sagte MDR THÜRINGEN, die Lage sei - so wörtlich - eklatant. Es gebe Regionen, in denen eine Betreuung nach der Geburt nicht mehr für alle Mütter und Kinder gewährleistet werden könne. Dazu gehörten beispielsweise Erfurt, Jena und der Ilmkreis. -- Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner kündigte einen runden Tisch für Juli an. Wichtig sei, dass Hebammen ihre Versicherungen bezahlen können und ausreichend entlohnt werden, so die Ministerin.

Landesgartenschau: Schon fast 20.000 Besucher

Die dritte Thüringer Landesgartenschau in Schmalkalden haben seit der Eröffnung vor neun Tagen schon knapp 20.000 Menschen besucht. Vor allem die Farbenpracht der Frühlingsblüher, die Themengärten und hochkarätigen Bühnenprogramme würden die Gäste anlocken, sagte Landesgartenschau- Geschäftsführerin Marina Heldt MDR THÜRINGEN. Allein zum Familienwochenende am vergangenen Samstag kamen mehr als 4.000 Besucher. Das Gartenschaugelände erstreckt sich über die gesamte Stadt auf einer Fläche von rund 13 Hektar.

Prozess um Fleischskandal geht weiter

Mit mehreren Zeugenvernehmungen ist heute der Prozess um den Fleischskandal am Schlachthof Coburg fortgesetzt worden. Eine Ermittlungsbeamtin der Kripo, eine Fleischbeschauerin und ein Kontrolleur des Landesamtes für Landwirtschaft sollen am Landgericht Coburg Licht in die Affäre um falsch ausgezeichnetes Fleisch und Tricksereien beim Schlachtgewicht von Rindern bringen. Zum Prozessauftakt gestern hatten die drei Angeklagten ein Geständnis abgelegt. Dem 52-jährigen Hauptangeklagten und zwei Mitangeklagten wird vorgeworfen, 20 Tonnen ungeniessbares Fleisch in Umlauf gebracht zu haben.

Gehlberg: Schimmelbefall im Schneekopfturm

Der Schneekopfturm in Gehlberg im Ilm-Kreis ist von Schwarzschimmel befallen. Bürgermeister Hans Lehrke sagte MDR THÜRINGEN, der Schimmel sei in den vergangenen Monaten schon mehrfach chemisch behandelt worden. Um den Schimmel endgültig zu beseitigen, wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben. Es soll heute an den Regionalverbund Thüringer Wald übergeben werden. Nach ersten Schätzungen wird die Schimmelbekämpfung mindestens 60.000 Euro kosten. Den Aussichtsturm auf dem Schneekopf gibt es seit 2008. Für die Turmbesucher soll kein gesundheitliches Risiko bestehen.

Gut 4.400 Fahrräder in Thüringen gestohlen

Über 4.400 Fahrräder sind in Thüringen im letzten Jahr als gestohlen gemeldet worden. Das sind gut 200 Fälle mehr als im Jahr davor, teilte das Landeskriminalamt mit. Die meisten Diebstähle gab es in Erfurt. Hochburgen waren auch Jena, der Landkreis Altenburger Land und Weimar. Nur etwa 17 Prozent der Fälle konnten aufgeklärt werden. Im Jahr 2013 seien die Ermittler mit einer Quote von rund 20 Prozent erfolgreicher gewesen, hieß es. Um Dieben das Leben schwer zu machen, sollten die Räder mit guten Schlössern gesichert sein. Zudem sei es ratsam, Fahrräder nachts nicht vor dem Wohnhaus, sondern im Haus oder Keller abzustellen.

Zuletzt aktualisiert: 05. Mai 2015, 11:05 Uhr

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