Thüringen

Metall-Arbeitgeber bieten 2,2 Prozent - Gewerkschaft lehnt ab

Die Thüringer Metall-Arbeitgeber haben in der zweiten Tarifrunde ein erstes Angebot vorgelegt. Es sieht 2,2 Prozent mehr Geld vor. Arbeitgeber-Verhandlungsführer Harald Bruhn sprach in Eisenach von einem fairen Angebot für beide Seiten. Es bedeute ein reales Plus für die Arbeitnehmer und sorge dafür, dass die Betriebe wettbewerbsfähig blieben. Dagegen lehnte IG-Metall-Verhandlungsführer Armin Schild das Angebot als unzureichend ab. Er kündigte an, die Warnstreiks auszuweiten. Die Gewerkschaft hatte 5,5 Prozent mehr Geld gefordert.

Unfall mit zwölf Fahrzeugen auf A9 bei Schleiz - Vier Verletzte in Suhl

Auf der Autobahn 9 zwischen Schleiz und Dittersdorf hat es am Abend eine Massenkarambolage gegeben. Wie die Polizei mitteilte, waren zwölf Fahrzeuge daran beteiligt. Ein Mensch wurde verletzt. Die Autobahn war in Richtung Berlin etwa eine Stunde gesperrt. Ursache für die Karambolage war wahrscheinlich ein ausscherender Lkw, auf den dann nachfolgende Autos aufgefahren sind. - Bei einem Unfall in Suhl sind am Abend vier Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Dort waren drei Autos zusammengestoßen.

Thüringer Landtag debattiert über Umgang mit Islamisten

Der Thüringer Innenminister Holger Poppenhäger hat im Landtag um mehr Sachlichkeit in der Islamismus-Debatte geworben. In Thüringen lebten rund 7.000 Muslime, sagte Poppenhäger. Die meisten gingen ihrer Religion friedlich und im Einklang mit dem Grundgesetz nach. Einen Antrag der CDU haben die drei Regierungs-Fraktionen abgelehnt. Darin hatte die Union unter anderem ein Programm zum Ausstieg aus dem Salafismus gefordert. - Vorher hatte der Landtag über den weiteren Umgang mit dem Mindestlohn gestritten. Ein Antrag der CDU für eine Bundesrats-Initiative zum Bürokratie-Abbau dabei wurde in die Ausschüsse verwiesen.

Positive Reaktionen auf Thüringer Arbeitsmarktzahlen

Die neuen Arbeitsmarktzahlen sind in Thüringen auf ein weitgehend positives Echo gestoßen. Der Verband der Wirtschaft Thüringens teilte mit, die Arbeitslosenquote sei im Januar zwar gestiegen. Seit der Wiedervereinigung seien in Thüringen im Januar aber noch nie so wenige Arbeitslose gezählt worden. Der DGB Hessen-Thüringen erklärte, die Zahlen zeigten, dass der Mindestlohn weder die Konjunktur noch den Arbeitsmarkt beeinträchtige. In Thüringen ist die Arbeitslosigkeit im Januar auf 8,5 Prozent gestiegen. In ganz Deutschland wurden mehr Arbeitslose gezählt.

Neuer Fall von Datenschlamperei in Thüringen

In Gera ist durch MDR-Recherchen ein Datenskandal aufgeflogen. Auf einem Recyclinghof wurden ungelöschte Festplatten der Kraftwerke Gera GmbH entdeckt. Darauf befanden sich unverschlüsselte Mitarbeiterdaten ebenso wie Firmeninterna. So waren Informationen unter anderem zu Urlaubs- und Krankentagen und zu einem Antrag auf Altersteilzeit frei einsehbar. Der Datenschutzbeauftragte des Landes, Lutz Hasse, sagte nach einer ersten Analyse, der Fall sei datenrechtlich brisant. Er werde die Sache prüfen. Die Kraftwerke Gera GmbH bedauerte den Vorfall. Er könne nur auf Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter zurückzuführen sein, teilte das Unternehmen mit.

Runder Tisch im Flüchtlingsheim

Für das Asylbewerberheim in Suhl gibt es eine große Spendenbereitschaft der Bevölkerung. Leiter Burkhard Zamboni sagte MDR THÜRINGEN, die Mitarbeiter seien überwältigt von der Solidarität der Südthüringer. Der Keller sei voll mit Kleiderspenden. Zamboni hofft, dass die Landesregierung noch im Februar beschließt, dass Suhl eine eigene Erstaufnahmestelle wird. Dann würden die Untersuchungen der Flüchtlinge und die Asylverfahren in Suhl abgewickelt, den Menschen blieben lange Fahrten erspart. Bisher gilt das Heim in Suhl als Zweigstelle der Erstaufnahmestelle im ostthüringischen Eisenberg.

Zuletzt aktualisiert: 29. Januar 2015, 21:05 Uhr

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