MDR THÜRINGEN MDR THÜRINGEN - Nachrichten um 22:00 Uhr


100 Millionen Euro für deutsche Milchbauern

Nach Ansicht des Thüringer Bauernverbandes reicht die heute angekündigte Soforthilfe für die Milchbauern nicht aus. Dies sei nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die fünf ostdeutschen Bauernpräsidenten hatten zwei Milliarden Euro für die Milchbauern in Deutschland gefordert. Thüringens Landwirtschaftsministerin Birgit Keller dringt darauf, die Milchproduktion zu begrenzen. Wenn freiwillige Schritte nicht helfen, könne der Gesetzgeber tätig werden. Die deutschen Milchbauern sollen angesichts drastisch gesunkener Preise Soforthilfen von mindestens 100 Millionen Euro bekommen. Das ist ein Ergebnis des Milchgipfels heute in Berlin. Über die genaue Höhe werde er noch Gespräche führen, sagte Bundesagrarminister Christian Schmidt.


Millionenschaden durch Unwetter in Ilmenau

Nach dem schweren Unwetter geht die Stadt Ilmenau von einem Millionenschaden aus. Eine Sprecherin der Verwaltung sagte, das gesamte Ausmaß werde aber erst in den nächsten Tagen feststehen. Die Bestandsaufnahmen dauerten derzeit noch an. Auch die Aufräumarbeiten sind bislang nicht abgeschlossen. Zudem ist die Bahnlinie zwischen Elgersburg und Ilmenau weiter gesperrt, da die Strecke unterspült wurde. Als Ersatz fahren Busse. In Baden-Württemberg kamen durch die schweren Unwetter insgesamt vier Menschen ums Leben.


Enteignungsverfahren gegen Schlossbesitzer

Thüringens Landesregierung will ein Enteignungsverfahren gegen den Besitzer von Schloss Reinhardsbrunn im Kreis Gotha einleiten. Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte, alle anderen Wege hätten zu nichts geführt. Das Enteignungsverfahren solle nach Denkmalschutzrecht ablaufen. Es gehe darum, kulturhistorische Werte von Rang zu erhalten. Es sei das erste Mal, dass nach Denkmalschutzrecht enteignet werde, so Ramelow weiter. Das Ergebnis sei offen. Nach einem Gutachten des Landes liegt der Schaden an der Immobilie im zweistelligen Millionenbereich.


Verurteilter Polizist geht in Berufung

Der Facebook-Eintrag eines Nordhäuser Polizisten beschäftigt nun das Landgericht Mühlhausen. Der Polizeiobermeister hat Berufung gegen eine fünfeinhalbmonatige Bewährungsstrafe wegen Volksverhetzung eingelegt, bestätigte der Nordhäuser Strafrichter Henning Horstmeier. Der 52-jährige Polizist war vor gut einer Woche unter anderem wegen Volksverhetzung verurteilt worden. Er soll auf Facebook eine Foto-Collage einer rechtsextremen Gruppe kommentiert haben. Außerdem soll er in Uniform mit Waffen posiert haben.


Einpassen der neuen Bahnbrücke in Jena kommt voran

Das Einpassen des Brücken-Rohbaus in der Kahlaischen Straße in Jena läuft nach Plan. Die vorgefertigte rund 2.700 Tonnen schwere Eisenbahnbrücke habe bereits die ersten Meter zurückgelegt, sagte Projektleiter Dirk Wattenbach MDR THÜRINGEN. Laut Wattenbach soll der neun Meter hohe Rohbau am Abend über dem Fundament stehen und dann morgen um dreieinhalb Meter tief abgesenkt werden. Der Projektleiter rechnet damit, dass sich die Arbeiten noch bis Mittwoch hinziehen. Die vorgefertigte Stahlbetonbrücke soll die im April abgerissene alte Bahnüberführung in der Kahlaischen Straße ersetzen.


Weitere Messungen zu angeblichen A-Bomben im Jonastal

Im Jonastal bei Arnstadt wird es eine weitere Messung geben zu angeblichen Atomsprengsätzen im Untergrund aus der NS-Zeit. Das teilte das Arnstädter Ordnungsamt MDR THÜRINGEN mit. Die genauen Koordinaten des mutmaßlichen Bombenfundortes im Naturschutzgebiet "Hamster" lägen vor. Sie seien per Mail von dem Hobby-Forscher und ehemaligen Maschinenbauingenieur Peter Lohr aus Chemnitz gemeldet worden. Er hat nach eigenen Messungen den Verdacht, dass bis zu fünf deutsche Atombomben in unterirdischen Stollenanlagen in 12 bis 14 Meter Tiefe liegen.


Thüringer Industrie im Mittelfeld

Thüringens Industrie liegt beim Umsatz im bundesweiten Vergleich im Mittelfeld. Sowohl bei der Entwicklung des Exports und Imports belegte der Freistaat im ersten Quartal den achten Platz. Demnach betrug der Umsatz in Betrieben mit mindestens 50 Beschäftigten rund 7,2 Milliarden Euro. Das sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wo es einen Arbeitstag mehr gab, ein Minus von 0,1 Prozent. Bei der Zahl der Mitarbeiter landete der Freistaat im Ländervergleich auf Platz sechs. Gut 141.000 Männer und Frauen sind in den Betrieben beschäftigt.


Ermittlungen nach Wasserschaden im Innenministerium

Nach einem erheblichen Wasserschaden im Thüringer Innenministerium ermittelt jetzt die Kriminalpolizei. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN wurden vor einer Woche gut zwei Dutzend Büros so schwer beschädigt, dass sie derzeit nicht genutzt werden können. Ein Wochenende lang war Wasser aus einem Waschraum gelaufen. Die Polizei geht jetzt dem Verdacht der Sachbeschädigung nach. Der Schaden beläuft sich auf schätzungsweise mehrere zehntausend Euro. Bereits vor zwei Jahren war es im Neubau des Landeskriminalamtes ebenfalls zu einem großen Wasserschaden in Höhe von rund 800.000 Euro gekommen.

Zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2016, 22:05 Uhr