Unstrut-Hainich-Kreis : BNK will weiter nach Erdgas suchen
Das Unternehmen BNK Petroleum Deutschland will demnächst im Unstrut-Hainich-Kreis mit der Erkundung von Erdgas-Vorkommen beginnen. Wie das Thüringische Landesbergamt am Dienstag mitteilte, hat die Firma einen Betriebsplan für seismische Messungen in dem Landkreis sowie benachbarten Regionen vorgelegt. Dabei gehe es um die Suche nach konventionellen Gasvorkommen.
Laut Bergamt haben die betroffenen Landkreise und Kommunen bis Ende Februar Gelegenheit, Stellung zu den Plänen zu nehmen. Im März will die Behörde dann über die Zulassung des Betriebsplanes entscheiden. Von den Messungen erhoffe sich BNK Petroleum Informationen über eventuell noch nicht entdeckte konventionelle Erdgasvorkommen.
BNK hatte ursprünglich sogenannte Schiefergas-Vorkommen in Thüringen erschließen wollen. Dabei handelt es sich um kleine Gaseinschlüsse in porösem Schiefergestein, die durch das Fracking-Verfahren herausgelöst werden können. Das Verfahren ist jedoch wegen der Verwendung von Chemikalien umstritten. Diese werden mit hohem Druck in das Gestein gepresst, um es aufzubrechen. Kritiker verweisen auf die Gefahr einer Verunreinigung von Grundwasser durch die Chemikalien.
Das Fracking-Verfahren wird auch von der CDU-SPD-Koalition in Thüringen abgelehnt. Im Landtag wird derzeit ein gemeinsamer Antrag beider Fraktionen diskutiert, in dem die Suche nach rechtlichen Möglichkeiten für ein Verbot des Verfahrens im Land gefordert wird. BNK hat wegen der Kritik mittlerweile erklärt, auf den Einsatz des Fracking-Verfahrens verzichten zu wollen.
