Nord-Thüringen

Straßenausbau : Neues Hindernis für Ortsumgehung Großengottern

Für den Bau einer Ortsumgehungstraße bei Großengottern im Unstrut-Hainich-Kreis ist ein weiteres Hindernis aufgetaucht. Nach Angaben des Thüringer Oberverwaltungsgerichts hat ein Anlieger Klage gegen die Baupläne eingereicht. Der Tankstellenpächter aus dem Nachbarort Schönstedt will demnach erreichen, dass die Bundesstraße 247 so verlegt wird, dass sie weiter an seiner Tankstelle vorüberführt.

Lkw-Verkehr mitten durch den Ort

Die B247 ist eine wichtige Nord-Süd-Verkehrsader. Sie kreuzt bei Leinefelde die A38 und bei Gotha die A4 und verbindet die dazwischen liegende Region um Mühlhausen und Bad Langensalza mit den Autobahnen. In Großengottern verläuft die Bundesstraße, auf der auch viele Lkw unterwegs sind, mitten durch den Ort. Die Anwohner fordern deshalb seit Jahrzehnten eine Ortsumgehung. Die Planungen für den neuen, vierspurigen Straßenverlauf an Großengottern vorbei sind bereits fertig. Es fehlt lediglich die Finanzierung durch die Bundesregierung.

Durch die Klage liegen nun auch die Planungen wieder auf Eis. Der Kläger hat neben seiner Tankstelle am Ortsrand von Schönstedt ein kleines Gewerbegebiet erschlossen, auf dem sich eine Metallfabrik und ein Getränkemarkt angesiedelt haben. Nach eigenen Angaben befürchtet er durch den geplanten Trassenverlauf Nachteile für die beiden Betriebe und für seine Tankstelle.

Bundesregierung gibt kein Geld

Auch ohne die Klage gibt es für den Bau der Ortsumgehung von Großengottern noch keinen konkreten Zeitplan. Das Bundesbauministerium hatte erst vor einigen Wochen erneut mitgeteilt, dass es für weitere Straßenneubauten in Thüringen kein Geld zur Verfügung stellen wird.

Zuletzt aktualisiert: 13. Juli 2012, 15:09 Uhr

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