Nord-Thüringen

KOWO-Affäre : Ex-Bürgermeister von Heiligenstadt muss vor Gericht

Der frühere Bürgermeister von Heiligenstadt, Bernd Beck, steht ab 1. März im Zusammenhang mit der Affäre um das Wohnungsunternehmen KOWO Obereichsfeld vor Gericht. Laut Staatsanwaltschaft soll Beck einen Gutachter falsch informiert und damit dem Unternehmen Schaden zugefügt haben. In seiner Funktion als Aufsichtsratschef der KOWO soll Beck einer Wirtschaftsprüfgesellschaft falsche Daten für ein Gutachten geliefert haben. Dieses Gutachten wiederum hatte in einem anderen Prozess den Angeklagten, den ehemaligen KOWO-Geschäftsführer entlastet. Denn der Schaden, der dem Unternehmen durch Manipulationen des Geschäftsführers entstanden war, sei auf Grundlage der falschen Daten zu niedrig bewertet worden.

Verwaltungsgebäude der Kommunalen Wohnungsgesellschaft Obereichsfeld in Heiligenstadt
Verwaltungsgebäude der KOWO in Heiligenstadt

Der ehemalige Geschäftsführer war im November 2011 zu einer Geldstrafe von rund 22.000 Euro verurteilt worden. Das Landgericht Mühlhausen sah es als erwiesen an, dass der damals 57-Jährige bei Ausschreibungen betrogen und bei der Vergabe von Aufträgen eine Fensterbaufirma bevorzugt hat. Mitgeschäftsführerin dieser Firma war die Ehefrau des KOWO-Chefs. Wegen der dadurch gezahlten erhöhten Preise entstand der KOWO laut Urteil finanzieller Schaden. Im Zusammenhang mit diesen Betrügereien wurden mehrere weitere Beteiligte ebenfalls verurteilt.

Zuletzt aktualisiert: 14. Januar 2013, 16:24 Uhr

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