Prozess um Tötung einer Frau in Merkers Zehn Jahre Haft für Angeklagten

Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer Frau aus Merkers hat das Landgericht Meiningen am Montag den Lebensgefährten der Frau zu zehn Jahren Haft verurteilt. Das Gericht verurteilte ihn unter anderem wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Todesfolge. Die Anklage hatte dem Mann Mord durch Unterlassen vorgeworfen und lebenslange Haft gefordert. Auch die angeklagte Vergewaltigung der bewusstlosen Frau durch den Angeklagten konnte nach Auffassung des Gerichts nicht bewiesen werden.

Die Tat war im Dezember vergangenen Jahres in der Wohnung begangen worden. Im Prozess gab der Angeklagte an, seine Lebensgefährtin im Affekt zweimal mit einer Vase geschlagen zu haben. Sie sei sofort tot gewesen. Auf Nachfrage des Richters räumte er dann weitere Schläge und Tritte auf die am Boden liegende Frau ein. Die Anklage hatte dem Mann noch vorgeworfen, die bewusstlose Frau vergewaltigt zu haben. Dann habe er sie sterben lassen, damit sie ihn nicht verraten konnte. Das Opfer starb nach Stunden. Die Frau hatte massive Verletzungen an Kopf, Gesicht, Rippen und Lendenwirbelsäule.

Die Verteidigung hatte auf Körperverletzung mit Todesfolge und sechs Jahre Haft plädiert.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im: MDR THÜRINGEN - Das Radio | 19.06.2017 | Nachrichten | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 19. Juni 2017, 19:32 Uhr

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