Nord-Thüringen

Lindewerra: Grenzstein Thema im Gemeinderat

Der Heimatverein Lindewerra im Eichsfeld hofft auf eine Wiederaufstellung des nachgebildeten DDR-Grenzpfostens. Anfang August soll das Thema im Gemeinderat behandelt werden, sagte Josef Keppler vom Heimatverein MDR THÜRINGEN. Der nachgebildete Grenzpfosten war vor Kurzem mitsamt der Verankerung herausgerissen worden. Inzwischen hat sich auf einem Aushang in der Gemeinde ein Gemeinderatsmitglied der GRÜNEN dazu bekannt und den Vorfall bedauert. Auch die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung. Der Stein sollte laut Keppler an die Grenzöffnung vor 25 Jahren erinnern. Er war an der wieder aufgebauten Werrabrücke aufgestellt worden.

Mühlhausen: Trauer um Oberstaatsanwalt Petri

Die Staatsanwaltschaft Mühlhausen trauert um ihren langjährigen Leitenden Oberstaatsanwalt a.D. Hans-Joachim Petri. Er ist nach schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren in Mühlhausen gestorben. Petri habe die Fundamente der Behörde nach der Wende gelegt und sich große Verdienste um deren Aufbau erworben, sagte Pressesprecher Dirk Germerodt. Knapp 15 Jahre hatte Hans-Joachim Petri die Staatsanwaltschaft in Mühlhausen geleitet.

Keula/Bleicherode: Umweltschäden

Feuerwehrleute und Polizisten des Kyffhäuserkreises haben am frühen Morgen einen umgestürzten Baum von der Fahrbahn entfernt. Der Baum war infolge eines Gewitters mit Starkregen zwischen Keula und Friedrichsrode auf die Fahrbahn gestürzt und hatte den Verkehr blockiert. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt. In Bleicherode stand gestern der Kreisverkehr an der Tankstelle unter Wasser. Auch hier war die Feuerwehr im Einsatz.

Mühlhausen: Bauunternehmer zahlte nicht korrekt - Verfahren eingestellt

Das Amtsgericht Mühlhausen hat das Verfahren gegen einen Eichsfelder Bauunternehmer gegen Zahlung einer Geldauflage von 5.000 Euro eingestellt. Dem 40-Jährigen war vorgeworfen worden, seine Mitarbeiter jahrelang nicht korrekt entlohnt zu haben. Obwohl sie auf einer westdeutschen Baustelle arbeiteten, seien sie nur nach Ost-Tarif bezahlt worden. Die Krankenkassen sahen sich dadurch um 30.000 Euro geschädigt und klagten. Der Unternehmer verteidigte sich im Prozess damit, er habe seinen Leuten Zulagen gezahlt. Bei der Eingruppierung der Mitarbeiter habe er sich auf Tipps von Steuerberatern verlassen. In Gang gekommen war das Verfahren, als der Zoll bei einer Durchsuchung in Bayern Firmenunterlagen des Eichsfelders fand.

Sondershausen: Lohberg früher für Verkehr freigegeben

Der Sondershäuser Lohberg wird fünf Wochen früher wieder für den Verkehr frei gegeben, als gedacht. Ab 31. Juli können Autofahrer wieder in beide Richtungen fahren. Eigentlich sollte die Straße noch bis Ende September halbseitig gesperrt bleiben. Wie ein Sprecher des Bauamtes MDR THÜRINGEN sagte, konnte aber durch einen günstigeren Ablauf der Bauarbeiten Zeit eingespart werden. Die Bauarbeiten dauerten seit März an. Seitdem war es immer wieder zu Verkehrsbehinderungen gekommen.

Bad Frankenhausen: Beratungen zur Stromversorgung

Im Ostteil des Kyffhäuserkreises laufen neue Beratungen zu einer gemeinsamen Stromversorgung. Bad Frankenhausens Bürgermeister Matthias Strejc will die Idee von Kreiswerken der Städte Artern, Heldrungen, Wiehe, Roßleben, Bad Frankenhausen und der dazugehörigen Gemeinden neu aufleben lassen. Schon seit 2009 beschäftigen sich die Städte damit. Bisher scheiterten die Beratungen aber immer an kleineren Gemeinden, z.B. Ringleben und Ritteburg. So ein Vorhaben ist jedoch nur flächendeckend möglich. Wie eine Sprecherin der Verwaltungsgemeinschaft Mittelzentrum Artern MDR THÜRINGEN sagte, seien die Kosten für die Kreiswerke kaum einschätzbar, es sei zu wenig Geld da und ein Kredit wolle dafür nicht aufgenommen werden. Das Risiko wäre zu groß. Nun soll es eine sogenannte Machbarkeitsstudie geben, die vom Regionalbudget bezahlt werden kann. Diese Studie soll klären, in wie weit sich die Kreiswerke wirtschaftlich lohnen könnten. Hintergrund des Vorhabens ist, dass die Verträge mit den Netzbetreibern im gesamten Gebiet in den nächsten fünf Jahren ablaufen. Dann könnten die Kreiswerke nach dem Vorbild der Stadtwerke Sondershausen gegründet werden.

Nordhausen: Erneut Klage gegen Methangasanlage

Gegen den Bau der Methangasanlage im Nordhäuser Ortsteil Biehlen ist eine neue Klage angekündigt worden. Nach Medienangaben wollen Anlagengegner beim Verwaltungsgericht Weimar einen Baustopp erwirken. Sie befürchten ein wirtschaftliches Fiasko und finanzielle Verluste nach dem kürzlich verabschiedeten Gesetz für Erneuerbare Energien. Danach sei eine ausreichende Förderung fraglich, und auch Mais dürfe nicht mehr verarbeitet werden, so die Gegner. Eine Bürgerinitiative kämpft bereits seit mehr als einem Jahr gegen die geplante Anlage. Zunächst hatte es Einwände unter anderem wegen möglicher Geruchsbelästigungen gegeben.

Werther: Weitere Ausgaben für Schulsanierung bewilligt

Die Sanierung der Grundschule im Ortsteil Großwechsungen wird teurer als geplant. Der Kreisausschuss genehmigte Mehrkosten in Höhe von 110.000 Euro. Laut Nordhäuser Landratsamt wird das Geld für die Gestaltung des Pausenhofes und des Turnraumes benötigt. In die grundhafte Sanierung des mehr als 100 Jahre alten Schulgebäudes sind bereits insgesamt drei Millionen Euro geflossen. In diesem Jahr soll die Sanierung der Schule beendet werden.

Sondershausen: Kyffhäuserkreis Blitzhochburg

Im Kyffhäuserkreis sind im vergangenen Jahr 2161 Blitzeinschläge registriert worden. Das sind die höchsten Werte in Nordthüringen. Im Eichsfeldkreis hat es deutlich weniger gegeben. Hier schlugen nur 615 Blitze ein, im Kreis Nordhausen waren es 789 und im Unstrut-Hainich-Kreis immerhin 1430. Die Zahlen hat der deutschlandweite Blitz-Informationsdienst herausgegeben.

Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2014, 16:45 Uhr

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