Rathaus in Nordhausen
Rathaus von Nordhausen Bildrechte: dpa

Stichwahl am 24. September Wahl des Nordhäuser Oberbürgermeisters ohne Entscheidung

Rund 35.000 Nordhäuser waren am Sonntag aufgerufen, ihr neues Stadtoberhaupt zu wählen. Eine eindeutige Entscheidung gibt es nicht. Zwei Kandidaten müssen in die Stichwahl.

Rathaus in Nordhausen
Rathaus von Nordhausen Bildrechte: dpa

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Nordhausen gab es kein eindeutiges Ergebnis. Inge Klaan und Kai Buchmann müssen in die Stichwahl. Für die CDU-Kandidatin Klaan stimmten 35,0 Prozent aller Wähler. Der parteilose Buchmann bekam 29,1 Prozent. Aus dem Rennen sind damit die erste Beigeordnete der Stadt, Jutta Krauth (SPD), der Neustädter Bürgermeister Dirk Erfurt und der Linke Michael Mohr. Sie blieben alle deutlich unter 20 Prozent. Inge Klaan ist derzeit Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft. Kai Buchmann ist Betriebswirt und arbeitet als Referent der Geschäftsleitung im Südharzklinikum. Die Wahlbeteiligung belief sich auf 44,8 Prozent.  

Die Stichwahl zwischen den beiden findet in zwei Wochen, am 24. September statt, gemeinsam mit der Bundestagswahl. 35.000 Menschen waren am Sonntag in Nordhausen dazu aufgerufen, ihr neues Stadtoberhaupt zu bestimmen. Fünf Kandidaten waren für den Posten angetreten.

Zur Wahl kam es, weil der bisherige Oberbürgermeister Klaus Zeh (CDU) im März überraschend seinen Rücktritt angekündigt hatte. Er führte gesundheitliche Gründe an. Am 18. Mai verabschiedete sich Zeh offiziell aus dem Rathaus. Seither führt seine Stellvertreterin Jutta Krauth (SPD) die Amtsgeschäfte. Um den Wahltermin war monatelang gerungen worden. Während das Landratsamt von Anfang an ein Datum im September favorisiert hatte, wollten der scheidende Oberbürgermeister Zeh und die Stadtverwaltung möglichst noch im Juni wählen lassen.

OB-Wahl in Nordhausen Diese Kandidaten traten an

Fünf Frauen und Männer bewarben sich für den Chefsessel im Nordhäuser Rathaus. Inzwischen steht fest, dass am 24. September 2017 Inge Klaan (CDU) und Kai Buchmann (parteilos) in die Stichwahl müssen.

Jutta Krauth, Kandidatin der SPD für die Wahl des Oberbürgermeisters für Nordhausen
Jutta Krauth trat für die SPD an. Sie ist derzeit erste Beigeordnete der Stadt Nordhausen. Seit dem Rücktritt von Klaus Zeh führt sie die Amtsgeschäfte im Rathaus. Bildrechte: dpa
Jutta Krauth, Kandidatin der SPD für die Wahl des Oberbürgermeisters für Nordhausen
Jutta Krauth trat für die SPD an. Sie ist derzeit erste Beigeordnete der Stadt Nordhausen. Seit dem Rücktritt von Klaus Zeh führt sie die Amtsgeschäfte im Rathaus. Bildrechte: dpa
Inge Klaan, undatiertes Handout
Inge Klaan geht für die CDU in die Stichwahl. Sie war bereits Wirtschaftsdezernentin in Nordhausen, später Staatssekretärin im Thüringer Verkehrsministerium. Heute ist sie Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsgesellschaft SWG. Bildrechte: Maximilian Grosser/PXN Digital/dpa
Dirk Erfurt (CDU) Bürgermeister von Neustadt/Harz
Dirk Erfurt trat für die Grünen an. Er ist derzeit Bürgermeister von Neustadt. Vor seiner Kandidatur gab es Zoff, da er als CDU-Mitglied für eine andere Partei kandidierte. Mit dem Austritt aus der CDU kam er einem Ausschlussverfahren zuvor. Bildrechte: MDR/Karin Bühner
Michael Mohr
Michael Mohr gingt für die Linke in die Wahl. Er ist derzeit Betriebsleiter der Servicegesellschaft Nordhausen. Bildrechte: Michael Mohr/dpa
Kai Buchmann, Oberbürgermeisterkandidat aus Nordhausen
Kai Buchmann stellt sich als einziger Einzelkandidat. Der Betriebswirt ist Referent der Geschäftsleitung im Südharz-Klinikum. Am 24. September muss er in die Stichwahl. Bildrechte: Facebook.com
Alle (5) Bilder anzeigen

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 10.09.2017 | ab 18:00 Uhr

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 10. September 2017, 21:40 Uhr

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.

9 Kommentare

12.09.2017 08:39 Hans 9

Die AfD stellt in Thüringen keine Bürgermeisterkandidaten auf, weil man als Bürgermeister tatsächlich und konkret für die Bürger arbeiten müsste. Ein paar braune Parolen reichen da nicht, weshalb selbst in Bundesländern wo die AfD Bürgermeisterkandidaten aufstellt wie in der Hochburg Sachsen-Anhalt, die AfD-Kandidaten immer verlieren und es nicht mal in die Stichwahlen schaffen. Außerdem will Höcke nicht riskieren, dass jemand neben ihm hochkommt.

11.09.2017 20:10 Thüringer90 8

Buchmanns Familie hat eine Stasi-Vergangenheit. So etwas darf nie OB einer Stadt werden. Wer am extremen Rand schwimmt, gehört nicht auf einen demokratischen Chefsessel!!!

Mehr aus der Region Nordhausen - Heiligenstadt - Mühlhausen - Sömmerda

Mehr aus Thüringen