Bad Frankenhausen Bundeswehr verlegt Truppen nach Litauen

Rund 500 Bundeswehr-Soldaten aus Thüringen und Sachsen werden ab Freitag mit Panzern und schwerer Technik nach Litauen verlegt. Wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr auf Anfrage von MDR THÜRINGEN mitteilte, werden sie als Teil der Nato-Mission Enhanced Forward Presence (EFP) ein halbes Jahr im Baltikum stationiert sein.

In Sondershausen auf die Bahn verladen

Ein Panzer steht auf einem flachen Eisenbahnwaggon, der an einem Bahnsteig hält
Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Laut Bundeswehr starten zunächst am Freitagabend in Bad Frankenhausen acht Kampfpanzer des Typs Leopard 2 und ein Bergepanzer "Büffel" mit ihren Besatzungen ins Baltikum. Sie werden auf der Straße nach Sondershausen fahren und dort auf die Bahn verladen, hieß es. Am Sonnabend folgen dann im sächsischen Marienberg rund 400 Soldaten mit 14 Schützenpanzern des Typs "Marder". Außerdem wird im Rahmen des Nato-Einsatzes ein Zug Panzerpioniere aus Gera mit 30 bis 40 Mann ins Baltikum verlegt. Der Transport von Truppen und Material soll Anfang August abgeschlossen sein.

Insgesamt werden laut Einsatzführungskommando rund 500 Soldaten der Panzergrenadierbrigade 37 aus Thüringen und Sachsen an dem Einsatz teilnehmen. Sie gehören zur multinationalen Mission EFP, die vor einem Jahr von der Nato beschlossen worden ist. Die Mission besteht aus Kampfbataillonen von je 1.000 Mann, die in Litauen, Lettland, Estland und Polen stationiert wurden.

Deutschland führt Kontingent in Litauen

Deutschland hat die Führung des Kontingents in Litauen übernommen und stellt dafür den Löwenanteil der Truppen. Mit der Mission will die Nato ihre militärische Reaktionsfähigkeit an ihrer Ostflanke stärken. Sie wird von Russland als Provokation empfunden. Eine "offene militärische Bedrohung" deutscher Bundeswehr-Einheiten in Litauen werde aber als unwahrscheinlich bewertet, teilte das Einsatzführungskommando dem MDR mit.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 21.07.2017 | ab 05:00 Uhr

Quelle: MDR THÜRINGEN

Zuletzt aktualisiert: 22. Juli 2017, 20:28 Uhr

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157 Kommentare

24.07.2017 19:34 Hartmut Barth 157

@ Realist...Sehr guter Beitrag. Man braucht nurmal zu fragen welcher Staat den anderen militärisch gefügig machen will .die Ukraine -Russland oder ist es genau umgekehrt Russland die kl. milit.schwache Ukraine!Fazit: Wenn die Ukraine militärisch ebenbürtig gegen Russland wäre ,gäbe es dies Krim-Annexion und das Morden in der Ostukraine überhaupt nicht.Wegen des hohen Eigenrisikos für den KriegsführerPutin.Eeeegaaaal was sich im inneren eines anderen souveränen Landes.politisch ablaufen würde .ob für oder gegen Russland die Karten in der Ukraine gemischt würden!Nicht die Ukraine ist militärisch gegen Russland vorgegangen sondern genau umgekehrt!!

24.07.2017 19:13 Hartmut Barth 156

@Micha...Aber er... könnte.. darin eine Provokation sehen. Klar doch .Nur die anderen Anreihnerstaaten dürfen das nicht als Bedrohung und Provokation sehen was der Kriegsführer da abzieht. Die Ukraine hatte auch nicht mit einenruss. militärischen übergriff und der Krimannexion gerechnet. Die Anreihnerstaaten .fragen sich ..wann sind wir die Nächsten.Als Putisant fühltst Du Dich selbstverständlich nicht bedroht. Auch zur DDR-Zeit hat man nur das Maul halten müssen und sich dem Staat beugen müssen ,dann waren wir auch nicht bedroht. Und wenn die Anreihnerstaaten des Baltikums sich nach Putin orientieren und nicht zu sehr mit den Westen zusammengehen (Ukraines -Fehler) dann werden die von Putin auch nicht bedroht. So einfach isses.Klaro?

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