Mühlhausen Mutmaßlicher Totschläger vor Gericht

Das Landgericht Mühlhausen hat am Montag den Totschlag an einem Vermieter verhandelt. Angeklagt ist ein 38-Jähriger aus dem Kyffhäuserkreis. Er soll den 42-Jährigen Landwirt im September in Wernrode im Kreis Nordhausen erstochen haben. Auch dessen 37-jährige Ehefrau war damals lebensgefährlich verletzt worden. Vorausgegangen waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mietstreitigkeiten. Die Anklage war bereits Anfang Juli verlesen worden. Die Beweisaufnahme konnte aber nicht beginnen, weil die Staatsanwältin krank war.

Zwei Männer kommen durch eine Tür. Sie sind mit Handschellen aneinander gekettet. Einer der Männer trägt Uniform, der andere ein weißes T-Shirt.
Der mutmassliche Täter wird am Montag in den Verhandlungsraum geführt. Bildrechte: MDR/Thomas Kalusa

Die Witwe ist am Montag als Zeugin gehört worden. Sie schilderte unter Tränen, wie sich die Bluttat abgespielt hatte. Am Morgen des 7. September hätten sie und ihr Mann den säumigen Mieter zur Rede stellen wollen. In dessen Wohnung sei es offensichtlich zu einem Handgemenge gekommen, sagte die inzwischen 38-Jährige. Sie selbst sei währenddessen im Treppenhaus gewesen und habe die Polizei alarmiert. Schließlich sei alles ganz schnell gegangen. Enrico K. hatte offenbar ihren Ehemann mit einem Messer verletzt, woraufhin dieser durch das Treppenhaus ins Freie geflohen sei. Der Angeklagte habe sein Opfer verfolgt. Draußen im Freien habe der Angeklagte dann ihren Mann erstochen. Die Polizei hatte den mutmaßlichen Täter damals noch in der Nähe festnehmen können.

Am Montag schwieg der angeklagte Enrico K. schwieg bei der Verhandlung zur Tat. Die Verhandlung soll an diesem Freitag mit weiteren Zeugen fortgesetzt werden. Das Urteil wird für den 28. Juli erwartet.

Über dieses Thema berichtet MDR THÜRINGEN auch im Programm: MDR THÜRINGEN - das Radio | Nachrichten | 17.07.2017 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 17. Juli 2017, 21:38 Uhr

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3 Kommentare

18.07.2017 14:11 Steiner 3

Vermutlich deutscher Hintergrund? Auch unter Biodeutschen gibt es Enricos. Wäre dieser Angeklagte ein Ausländer, würden die Hass-Mails mit Wutanfällen wieder einmal überlaufen.

17.07.2017 13:47 Street Judge 2

Im Gefängnis muss man keine Miete zahlen, gut für den Angeklagten. Wer schon wegen Mietstreitigkeiten jemanden umbringt, hat meiner Meinung nach das Recht auf ein Leben in Freiheit verwirkt.

Was sich Menschen heutzutage antun, meist wegen Nichts ist sehr beängstigend. Man liest alle 2 Tage, dass jemand zu einem Messer greift. Daran kann man die Verrohung der Gesellschaft ablesen.

In der South Bronx wird man schon wegen einem Schlüsselanhänger erschossen. Viel fehlt in Deutschland bis dahin auch nicht mehr.

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