Landgericht Mühlhausen : Angeklagter gesteht Tötung seiner Ehefrau
Vor dem Landgericht Mühlhausen hat am Montag ein Totschlagsprozess gegen einen Mann aus dem Kyffhäuserkreis begonnen. Der 41-Jährige gestand zum Auftakt, seine Frau im vergangenen Sommer nach einem Streit getötet zu haben. Er gab an, sie nicht habe töten zu wollen. Der Gerüstbauer erklärte: "Ich wollte, dass Ruhe ist". Deshalb habe er seine Hände an den Hals der 40-Jährigen gelegt und zugedrückt.
Nach Angaben des Angeklagten hatte die von ihm getrennt lebende Frau ihn damals angeschrien und provoziert. Nach der Tat habe er ein Handtuch über das Gesicht der Frau gelegt, da ihm das Unglück leidgetan habe. Danach soll der Mann selbst erst Bekannte, später Polizei und den Notruf gerufen und die Tat gestanden haben.
Aus Sicht der Staatsanwaltschaft waren anhaltende Ehekonflikte und Eifersucht die Motive des Mannes. Seine Frau soll sich ein Jahr zuvor getrennt haben, weil sie sich von ihm eingeengt gefühlt habe. Vor der Tat soll sie einen neuen Freund gehabt haben. Die 40-Jährige war bereits aus der gemeinsamen Wohnung in Bendeleben ausgezogen und an dem Tag nur zu einem Besuch zurückgekehrt. Nach Aussagen des Angeklagten war seine Frau jeden Tag seit der Trennung vorbeigekommen. Seinen Angaben zufolge konnte oder wollte sie sich nicht entscheiden, wie es mit der Beziehung weitergehen soll, obwohl sie ein Jahr zuvor die Scheidung beantragt hatte.
Bei einer Verurteilung drohen dem Angeklagten bis zu 15 Jahre Haft. Der Prozess soll am 24. Januar mit Zeugenvernehmungen fortgeführt werden.

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.